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BERLIN

 

22.12.2010 | Berlin

Berliner S-Bahn erhält neue Betriebsgenehmigung

Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat der S-Bahn Berlin GmbH eine neue Betriebsgenehmigung erteilt. Sie gilt für drei Jahre bis Ende 2013, wie die Bonner Behörde am Mittwoch mitteilte. Die Eisenbahnaufsicht berücksichtige bei ihrer Entscheidung, dass die Tochter der Deutschen Bahn in diesem Jahr einiges getan habe, um die Instandhaltung der Fahrzeuge und die Sicherheit des Berliner S-Bahn-Betriebes zu verbessern, hieß es. Nun müsse sie beweisen, dass sie eine sichere Betriebsführung dauerhaft gewährleisten könne. Vor einem Jahr hatte die S-Bahn wegen Sicherheitsmängeln nur eine Betriebserlaubnis für zwölf Monate erhalten.

Quelle: dpa
22.12.2010 | Berlin

Berliner S-Bahn tauscht Räder und Achsen aus

Die S-Bahn Berlin hat jetzt nach langer Vorbereitung den größten technologischen Kraftakt in der Geschichte des Unternehmens gestartet: Bis Ende 2011 erhalten 1000 Wagen der wichtigsten Baureihe 481 komplett neue Räder und Achsen. Der Austausch aller 4000 bruchgefährdeten Radsätze mit insgesamt 8000 Radscheiben kostet rund 50 Millionen Euro, wie die Tochter der Deutschen Bahn am Mittwoch mitteilte. Die ersten Wagen sind bereits umgerüstet.

Probleme mit Rädern und Achsen, versäumte Wartungen und Missmanagement hatten die S-Bahn vor mehr als einem Jahr in die Krise gestürzt. Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) in Bonn hatte schon vor Wochen am Ende eines aufwendigen Zulassungsverfahrens die Genehmigung erteilt, das Rückgrat der S-Bahn auf neukonstruierte Räder umzurüsten. Auf die Lieferung der Industrie musste die Bahn aber noch etwas warten.

Die Bahn erhofft sich von den Neukonstruktionen mehr Stabilität und Sicherheit und damit auch weniger Kontrollaufenthalte der Züge in den Werkstätten. Jürgen Konz, Geschäftsführer Produktion der S-Bahn Berlin, sprach von einem Meilenstein auf dem Weg zur Krisenbewältigung seines Unternehmens.

Die Fahrgäste der S-Bahn würden im zweiten Quartal 2011 von der technischen Stabilisierung profitieren, da die Untersuchungsintervalle für die Radscheiben deutlich verlängert werden könnten. Dadurch stünden nach und nach mehr Wagen für den Verkehrsbetrieb zur Verfügung. Für die Achswellen müsse aus Gewichts- und Platzgründen allerdings wieder der hochfeste Chrom-Nickel-Stahl verwendet werden, hieß es. Das bedeutet weiterhin enge Fristen für Kontrolluntersuchungen per Ultraschall.

Die alten Radsätze werden verschrottet. Die neuen Räder haben einen dickeren Steg als die bisherige Konstruktion - nach EBA-Angaben 18 statt zwölf Millimeter. Um den Tausch von 16 Radsätzen an einem Halbzug (vier Wagen) in nur 24 Stunden bewältigen zu können, hat die S-Bahn im Werk Schöneweide eine eigene Montagestraße eingerichtet und dazu 300 000 Euro investiert. Jeder der neuen Radsätze wiegt nach Unternehmensangaben rund eine Tonne.

Einen Austausch von Radsätzen soll es auch an den älteren S-Bahn-Baureihen geben. So sollen die übrig gebliebenen Züge der noch aus DDR-Produktion stammenden Baureihe 485 (Spitzname: «Coladose») innerhalb eines Jahres fabrikneue Achsen und Radscheiben erhalten. Hier waren ebenfalls Rissprobleme aufgetaucht. An der Baureihe 480 werden alle 147 Radsätze mit gebohrten Radscheiben getauscht.

Quelle: dpa

 

S-Bahn: www.s-bahn-berlin.de

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