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BERLIN

 

08.01.2011 | Schulzenhof

Eva Strittmatter in Brandenburg beigesetzt


Die Anfang der Woche gestorbene Lyrikerin Eva Strittmatter ist am Samstag in ihrem brandenburgischen Heimatort Schulzenhof beigesetzt worden. Sie fand ihre letzte Ruhe an der Seite ihres Mannes Erwin Strittmatter, der 1994 mit 81 Jahren gestorben war. Eva Strittmatter galt als eine der meistgelesenen deutschen Lyrikerinnen. Im Osten Deutschlands erreichten ihre Gedichtbände Auflagen von mehr als zwei Millionen Exemplaren. Die Trauerrede hielt der frühere Präsident des DDR-Schriftstellerverbandes, Hermann Kant. Rund 100 Menschen gaben der Toten das letzte Geleit.

Quelle: dpa

 


Zum Tod von Eva Strittmatter

 

Im Alter von 80 Jahren starb die Lyrikerin am 3. Januar 2011 Dienstag in Berlin. Das teilte der Verlag Das Neue Berlin der Nachrichtenagentur dpa mit.

Neben Gedichten schrieb die Ehefrau des Schriftstellers Erwin Strittmatter auch Prosa für Erwachsene und Kinder. «Die Ausnahmepoetin vermochte den Reigen des Lebens in Verse zu kleiden, in denen die Menschen Halt finden», heißt es im Nachruf des Verlages.

Eva Strittmatter wurde am 8. Februar 1930 in Neuruppin geboren. Die studierte Germanistin und Lektorin begann Mitte der 60er Jahre mit dem Schreiben. Ihre Gedichtbände tragen poetische Namen wie «Ich mach ein Lied aus Stille» (1973) oder «Mondschnee liegt auf den Wiesen» (1975). Naturbeschreibungen, Gefühle und menschliche Haltungen waren ihre Themen.

Im Osten Deutschlands erreichten Strittmatters Gedichtbände Auflagen von mehr als zwei Millionen Exemplaren. Die fast klassische Einfachheit ihrer Sprache wurde auch im Westen gelobt. Sie stehe in der Tradition etwa des frühen Heine oder einer Droste-Hülshoff, hieß es.

Seit dem Tod ihres Mannes, der 81-jährig 1994 starb, war die Mutter von vier Söhnen auch die Verwalterin seines Werks und ordnete den Nachlass. Einblicke in die Schreibwerkstatt und die persönlichen Beziehungen des Schriftstellerehepaares geben die von ihr veröffentlichten «Briefe aus Schulzenhof» in drei Bänden. Schulzenhof in Dollgow im Land Brandenburg, wohin sich die Strittmatters Anfang der 50er Jahre aus Berlin auf ihr bäuerliches Grundstück zurückzogen, blieb nach dem Tod des Lebensgefährten ihr Zuhause.

Ihr letzter Gedichtband «Wildbirnenbaum» erschien 2009 im Aufbau Verlag. Strittmatter sei seit längerer Zeit krank gewesen. Schon an der Feier zum ihrem 80. Geburtstag im vergangenen Jahr habe sie aus diesem Grund nicht teilnehmen können, teilte der Verlag mit.

 

Quelle: dpa

 

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