BERLIN

08.01.2011 | Berlin
Brandanschlag auf Berliner Moschee
Erneut hat es in Berlin einen Brandanschlag auf eine islamische Einrichtung gegeben. Unbekannte Täter versuchten in der Nacht zum Samstag, die Tür der Ahmadiyya-Moschee im Stadtteil Wilmersdorf anzuzünden, wie die Polizei mitteilte. Das Gotteshaus aus den 1920er Jahren gilt als eine der ältesten erhaltenen Moscheen in Deutschland.
Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) verurteilte die Tat und rief zu mehr Toleranz auf. «Wir brauchen den Zusammenhalt der Religionen in der multireligiösen Stadt Berlin», sagte Körting der Nachrichtenagentur dpa am Samstag. Verbrecherische Anschläge von religiösen Fanatikern wie im Ausland dürften nicht auf Europa überschlagen. Mit der Tat setzt sich die Serie von Brandanschlägen auf islamische Einrichtungen in Berlin fort.
Verletzt wurde bei dem Brandanschlag auf die Moschee in Wilmersdorf niemand. Ein Passant entdeckte das Feuer in der Brienner Straße und alarmierte die Polizei. Den Beamten gelang es, die Flammen mit Autofeuerlöschern zu ersticken. Die Täter hatten am Tatort eine Nachricht hinterlassen. Zum Inhalt wollte sich eine Polizeisprecherin nicht äußern. Der Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen.
Schon im vergangenen Jahr gab es mehrere Angriffe auf islamische Einrichtungen in Berlin. Allein die Sehitlik-Moschee am Columbiadamm - Berlins größtes islamisches Gotteshaus - wurde viermal attackiert. Innensenator Körting berät nach Angaben der Senatsinnenverwaltung derzeit mit der Polizei, inwieweit sich Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Brandanschläge ergreifen lassen.




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