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BBI-Demo - Berlin-Reporter Toni Schmitt
Video Fotos
23.01.2011 | Schönefeld

Rund 12 000 Demonstranten gegen neue Flugrouten

Mit Plakaten und Trillerpfeifen haben am Sonntag in Schönefeld rund 12 000 Menschen gegen die Flugrouten für den geplanten Hauptstadtflughafen BBI demonstriert. Nach Angaben des Bündnisses Berlin Brandenburg gegen neue Flugrouten war es die bislang größte Protestveranstaltung zu diesem Thema. Die Polizei sprach von bis zu 12 000 Teilnehmern, die Veranstalter zählten 15 000 Menschen.

«Mit der Demo wollen wir ein klares Zeichen setzen, das in ganz Berlin und Brandenburg nicht überhört werden kann», sagte die Schirmherrin des Bündnisses, Sabine Bergmann-Pohl. Nur die Flugrouten aus dem Planfeststellungsbeschluss für den BBI dürften Grundlage jeglicher Diskussion sein. «Wir werden nicht locker lassen», sagte die frühere DDR-Volkskammer-Präsidentin.

Der Sprecher des Bündnisses, Markus Peichl, zollte dem Bürgerverein Berlin Brandenburg (BVBB), der für einen BBI-Baustopp und die Aufgabe des Standortes Schönefeld zugunsten von Sperenberg eintritt, Respekt für den langjährigen Protest. «Wir haben nicht rechtzeitig erkannt, was am BBI passiert», räumte Peichl ein. Sonst hätte man auch schon früher dem Bürgerverein zur Seite stehen können.

Anders als die BBI-Gegner fordert das Bündnis keinen Baustopp, sondern wendet sich gegen die von der Deutschen Flugsicherung (DFS) geforderten abknickenden An- und Abflüge sowie den angestrebten unabhängigen Parallelbetrieb der beiden Start- und Landebahnen.

Bereits am Mittag hatten mehr als tausend BVBB-Anhänger am Flughafen Schönefeld demonstriert. Teilnehmer trugen Plakate, auf denen «Baustopp BBI» und «BBI macht krank» stand.

Quelle: dpa
Fotos: dpa / 105'5 Spreeradio
17.01.2011 | Berlin

Fluglärmkommission lässt Alternativrouten prüfen


Im Streit um die BBI-Flugrouten lässt die Fluglärmkommission Schönefeld nun auch An- und Abflugkurse prüfen, von denen der Berliner Südwesten nicht betroffen wäre. Das Gremium beschloss am Montag, bei der Deutschen Flugsicherung Lärmgutachten für eine Reihe von Varianten anzufordern, sagte die Vorsitzende Kathrin Schneider. Darunter sei auch die vom Senat für die Nordbahn geforderte Alternative mit Geradeausstarts in Richtung Westen. In der Prüfung sei aber weiterhin auch die umstrittene Flugroute vorbei an Lichtenrade und über Kleinmachnow und Wannsee.

Eine Vorentscheidung ist damit nicht gefallen, es sind noch zahlreiche Varianten im Gespräch. Die Flugsicherung hatte vor der Sitzung in Schönefeld 14 von 16 Alternativvorschlägen unter die Lupe genommen und eine Auswahl getroffen. Inzwischen seien aber weitere Anträge eingegangen, sagte Schneider.

Der Berliner Niederlassungsleiter des Bundesunternehmens, Hans Niebergall, sagte: «Wir sollten in der Lage sein, zu einem Ergebnis in der Mitte dieses Jahres zu kommen.» Verbindlich werden die Routen allerdings erst kurz vor Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg International (BBI) festgelegt. Vertreter von Bürgerinitiativen warfen den Verantwortlichen erneut Täuschung vor.

 

«Wir sind insgesamt auf einem guten Weg», sagte die Kommissionsvorsitzende Schneider. Für die westliche Richtung prüfe die Flugsicherung nun die Lärmbelastung für Routen, die nach dem Start jeweils um 7,5 und 15 Grad nach Norden oder Süden abknicken. Für den Osten werden 15-Grad-Winkel geprüft. Dieses Abknicken ist vorgeschrieben, wenn Maschinen auf beiden Start- und Landebahnen unabhängig voneinander abheben sollen, wie es die Flughafengesellschaft in Spitzenzeiten anstrebt.

Quelle: dpa

Routenvorschlag der DFS vom 6.9.10... »

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