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BERLIN

 

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02.02.2011 | Berlin

Bahn gibt Einzelheiten zu Entschädigungen bekannt

Die S-Bahn hat weitere Einzelheiten des Entschädigungsangebots an ihre Fahrgäste veröffentlicht. Demnach gelten Einzelfahrscheine nicht nur an den Februar-Wochenenden, sondern auch zum Umweltfestival am 5. Juni als Tageskarten, wie die Bahn am Mittwoch ankündigte. Die Regelung erstreckt sich auch auf 4-Fahrten-Karten, ermäßigte Einzelfahrausweise und auf den Einzelfahrschein für das Fahrrad. Im Detail sind die Entschädigungsleistungen in der neuen Ausgabe des S-Bahn-Kundenmagazins «punkt3» nachzulesen, die an diesem Donnerstag erscheint und auf vielen Bahnhöfen ausliegt.

Wie bei den beiden vorhergehenden Entschädigungsrunden können auch wieder alle Fahrgäste der landeseigenen Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) vom Angebot der S-Bahn profitieren. Denn es spielt keine Rolle, bei welchem Unternehmen des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) die Tickets gekauft wurden.

Ihre Stammkunden entschädigt die S-Bahn in diesem Jahr mit einem Monat freie Fahrt. Jeder, der im November 2011 eine gültige Jahreskarte oder ein Abonnement hat, fährt in diesem Monat kostenlos. Besitzern von Abo-Karten bucht die S-Bahn dann die Kosten nicht vom Konto ab oder es gibt eine Erstattung, falls bereits der Jahrespreis abgebucht worden sein sollte. Kunden, die ihre Jahreskarte zum vollen Preis bar bezahlt haben, können sich im November den Monatsanteil auszahlen lassen. Neue Käufer von Jahreskarten zahlen von März an den um einen Monat reduzierten Preis.

Studenten an Berliner und Potsdamer Hochschulen oder der Technischen Fachhochschule Wildau und des Theologischen Seminars Elstal können gleichfalls im November frei fahren, falls sie ein gültiges Semesterticket für das Wintersemester besitzen. Käufern von Monatskarten kommt die Bahn schon im Frühjahr entgegen: Feste Karten für den Mai kosten dann 15 Euro weniger, gleitende Monatskarten sind sieben Tage länger gültig. Günstiger werden alle Monatskarten für Mai: die VBB-Umeltkarte, das Berlin-Ticket S, das 10-Uhr-Monatsticket sowie Azubi- und Schülertickets und Geschwisterkarten für Schüler. Wer die Monatskarte bei einem anderen VBB-Unternehmen kauft, kann sich die 15 Euro vom 14. Juni an bei allen Verkaufsstellen der S-Bahn auszahlen lassen.

Mit ihrer vor gut einer Woche angekündigten Entschädigungsregelung für das Winterchaos auf den Schienen war die S-Bahn weit hinter den Erwartungen Berliner Politiker und Verbände zurückgeblieben. Deren Forderung belief sich auf mindestens zwei Freimonate für Stammkunden und Freifahrten an mehreren Wochenenden für alle. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wollte Bahnchef Rüdiger Grube noch zu einem besseren Entschädigungsangebot bewegen als es jetzt Wirklichkeit zu werden scheint.

Quelle: dpa

Alle Entschuldigungsleistungen der S-Bahn im Überblick... »

28.01.2011 | Berlin

Nach dem Winterchaos hat die S-Bahn nun ihr Entschädigungsangebot bekanntgegeben - ein Monat freie Fahrt.

Das neue Entschädigungsangebot der Berliner S-Bahn für das Winterchaos auf den Schienen hat am Freitag in Berlin und Brandenburg Entrüstung ausgelöst. Politiker beider Länder forderten am Freitag einhellig und mit scharfen Worten eine großzügigere Geste, die nicht schlechter ausfallen dürfe als die letzte Entschädigungsrunde Ende 2010.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) will Bahnchef Rüdiger Grube zu einem besseren Entschädigungsangebot an die Fahrgäste der krisengeplagten Tochter der Deutschen Bahn bewegen. Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) erklärte, «wenn der Bahnkonzern und die S-Bahn verlorenes Vertrauen wieder gewinnen wollen, müssen sie mehr tun als den Fahrgästen kleine Brocken hinzuwerfen.»

Die S-Bahn will ihre Stammkunden in diesem Jahr mit Freifahrten für einen Monat entschädigen. Außerdem sollen an den Februar-Wochenenden Einzelfahrscheine als Tageskarten gültig sein. Besitzer von Abo-Jahreskarten dürfen im November umsonst fahren. Die S-Bahn bucht dann die Kosten nicht vom Konto ab. Kunden, die ihre Jahreskarte zum vollen Preis bar bezahlt haben, können sich im November den Monatsanteil auszahlen lassen.

Käufern von Monatskarten kommt die Bahn bereits im Mai entgegen - die Karte für den Mai soll dann 15 Euro weniger kosten. Neue Käufer von Jahreskarten zahlen von März an den um einen Monat reduzierten Preis.

«Das Angebot von nur einem Monat Gratisfahrt für die Stammkunden reicht nicht aus», erklärte der SPD-Politiker. «Ich werde Bahnchef Rüdiger Grube bitten, dies noch einmal zu überdenken.» Die Entschädigung der Kunden 2011 dürfe nicht geringer ausfallen als die Entschädigung des vergangenen Jahres, als es zwei Gratismonate für Stammkunden gab.

«Die Bahn tut sich keinen Gefallen damit, wenn sie beim Thema Entschädigung Vorschläge macht, die nicht dem Gerechtigkeitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger entspricht», erklärte Wowereit. Er verwies darauf, dass auch in diesem Winter über lange Zeit ein großer Teil der S-Bahn-Züge ausgefallen und ein Ende der Schlechtleistungen der S-Bahn nicht abzusehen sei. Zudem gelte derzeit nur ein Notfahrplan mit verringerten Zuggeschwindigkeiten.

Der Landes- und Fraktionsvorsitzende der Berliner SPD, Michael Müller, bezeichnete die angekündigte Regelung für S-Bahnkunden ohne Jahreskarte als geradezu frech. Auch die Gewerbetreibenden dürften nicht vergessen werden. Berlins CDU-Chef Frank Henkel und der CDU-Verkehrspolitiker Oliver Friedrici nannten die neue Entschädigungsregelung einen schlechten Scherz und vollkommen inakzeptabel. Die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, Claudia Hämmerling, nannte die Pläne der S-Bahn jämmerlich. Ähnlich äußerten sich ihre Parteifreunde in Potsdam. Bei der FDP in Berlin und Brandenburg lösten die Pläne gleichfalls ein negatives Echo aus.

Auch der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) bewertete das Angebot der Bahn als zu gering. Die Fahrgäste würden mit nur einer halben Entschuldigung abgespeist, erklärte VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz. «Dies ist kein Entschuldigungs-Paket, höchstens ein Päckchen.»

S-Bahnchef Peter Buchner verteidigte die Entschädigungspläne. Er verwies darauf, dass sich damit die Gesamtsumme der Kulanzmaßnahmen mittlerweile auf mehr als 140 Millionen Euro erhöhe. Dies entspreche einem halben Jahresumsatz der S-Bahn. «Ich bedauere sehr, dass wir mit dem Paket nicht alle Erwartungen erfüllen können», sagte Buchner. «Das Paket kann nur eine Geste der Entschuldigung sein, keine Entschädigung.» Man dürfe die finanzielle Dimension nicht außer acht lassen. Buchner wies zudem darauf hin, dass auch Fahrgäste der landeseigenen Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die die S-Bahn gar nicht nutzen, von der Kulanz der Bahn profitierten.

Wegen zahlloser Zugausfälle und des seit langem stark begrenzten Verkehrsangebots hatte die S-Bahn im vergangenen Jahr ihren Stammkunden mit einem Kostenaufwand von gut 70 Millionen Euro zwei Monate freie Fahrt gewährt. Hinzu kamen Freifahrten an Wochenenden. 2009 hatte sich die Bahn eine erste Entschädigungsrunde mehr als 30 Millionen Euro kosten lassen. Nun kommen laut Buchner weitere 38,5 Millionen Euro hinzu.

Einzelheiten des Entschädigungspakets will die S-Bahn in einigen Tagen im Internet und in ihrem Kundenmagazin «punkt3» veröffentlichen. So sollen Schüler ebenfalls im Mai von der Entschädigungsregelung profitieren, Erstattungen für das Semesterticket von Studenten auf Wunsch der Hochschulen aber erst ab Oktober erfolgen.

Quelle: dpa

www.s-bahn-berlin.de

28.01.2011 | Berlin/Potsdam

Regierungen unzufrieden mit S-Bahn-Entschädigung

Die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg haben das Entschädigungsangebot der Berliner S-Bahn für das Winterchaos als unzureichend kritisiert. «Obwohl sich nichts verbessert hat, bleibt die S-Bahn jetzt sogar noch hinter ihrer Entschädigung vom letzten Jahr zurück.», sagte Berlins Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) zu den Plänen, Abonnenten einen Gratismonat zu gewähren. Im vergangenen Jahr waren es noch zwei Monate gewesen. «Wenn der Bahnkonzern und die S-Bahn verlorenes Vertrauen wieder gewinnen wollen, müssen sie mehr tun als den Fahrgästen kleine Brocken hinzuwerfen», ergänzte Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD).

Quelle: dpa
23.01.2011 | Berlin

S-Bahn fährt nach neuem Winterfahrplan

Für die Berliner S-Bahn gilt von diesem Montag an ein neuer Winterfahrplan. Er soll einen verlässlichen Zugbetrieb auf allen Linien auch dann sicherstellen, wenn die Bahn durch Eis- und Schnee gestörte Wagen in die Werkstatt schicken muss. Für Pendler zwischen der Berliner Innenstadt und dem Umland verlängern sich die Fahrzeiten um bis zu zehn Minuten. Zudem werden nicht mehr alle Strecken im gewohnten Takt bedient. Viele Fahrgäste müssen sich auch auf längere Wartezeiten beim Umsteigen auf Busse einstellen, vor allem in den Berliner Randbezirken und im Umland. Der neue Fahrplan gilt zunächst bis zum 27. Februar. Die Züge fahren in dieser Zeit maximal mit Tempo 60.

Nach Angaben des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) haben die beiden Länder den neuen Fahrplan akzeptiert, weil eine bessere Alternative fehlte. «Hier hatten wir nur die Wahl zwischen einem Fahrplan, der bei Frost wieder völlig aus den Fugen gerät oder einem Fahrplan mit längeren Fahr- und Wartezeiten, für den die S-Bahn Berlin GmbH Stabilität zugesichert hat», erklärte VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz. «Ein schlechter Fahrplan ist besser als gar keiner.»

 

Die Ringbahnlinien S41/S42 fahren nach Angaben der Bahn tagsüber im 10-Minuten-Takt und mit Vollzügen von jeweils acht Wagen. Die Verbindungen nach Potsdam, Spandau und Wartenberg werden im 20-Minuten-Takt bedient. Von und nach Hennigsdorf verkehrt die Linie S25 auf ihrem Nordabschnitt nur alle halbe Stunde.

Vom 28. Januar an gibt es auch in den Wochenendnächten Veränderungen. Die Ringbahnlinien fahren dann im 20-Minuten-Takt. Zwischen Nordbahnhof und Hennigsdorf verkehrt alle halbe Stunde ein Zug. Auf allen anderen Linien gilt ein 40-Minuten-Takt. Durch Überlagerung von Linien komme aber auf vielen Bahnhöfen alle 20 Minuten ein Zug, heißt es bei der Bahn.

Am härtesten trifft der neue Fahrplan die S-Bahn-Fahrgäste von und nach Hennigsdorf. Zur Entspannung der Situation verlängert die Deutsche Bahn in den kommenden Wochen die Regionalexpresslinie RE 6 aus Hennigsdorf von Berlin-Spandau nach Berlin-Gesundbrunnen mit Halt in Jungfernheide. Auf der Linie RB 10 zwischen Berlin-Spandau und Berlin-Charlottenburg sowie auf der RB 13 zwischen Berlin-Spandau und Berlin-Hauptbahnhof sind bereits zusätzliche Züge unterwegs.

Nach Angaben des VBB konnten Busanschlüsse teilweise dem neuen Fahrplan angepasst werden. In Hennigsdorf wird die stündlich fahrende Stadtbuslinie 807 bis zum Berliner U-Bahnhof Alt-Tegel verlängert. In Richtung Berlin kann der Bus zudem Fahrgäste aus der Regionalbahn RB 55 aufnehmen, aus Richtung Berlin besteht Anschluss an die Linie 809 nach Hennigsdorf Nord.

Auch in Blankenfelde sind eine Reihe von Buslinien den neuen Fahrzeiten der S2 angepasst worden. Auch bei der Schöneiche-Rüdersdorfer-Straßenbahn (SRS) und der Woltersdorfer-Straßenbahn (WS) gibt es Angleichungen.


Quelle: dpa

Der Winterfahrplan ab 24. Januar 2011... »

www.s-bahn-berlin.de

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