BERLIN

08.02.2011 | Berlin
Charité-Küche Mitte muss instand gesetzt werden
Baumängel blockieren nun auch die Charité-Küche: Nach der vorsorglichen Teilschließung der Krankenhausküche am Charité-Klinikum in Mitte müssen die Räumlichkeiten nun instand gesetzt werden. «Diese Maßnahme ist notwendig, obwohl das Gebäude im Zuge der anstehenden Sanierung des Bettenhochhauses voraussichtlich aufgegeben wird», teilte die Charité am Dienstag mit.
Das Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt des Bezirks Mitte hatte untersagt, in der Krankenhausküche weiterhin warme Speisen zuzubereiten. Grund: Keine akuten Hygieneprobleme, aber Baumängel an Fußböden und Decke, durch die Speisen bei der Zubereitung verschmutzt werden könnten. Konkret heißt das: Risse in Decke und Boden genau dort, wo gekocht wird.

Die Charité ließ daraufhin das warme Essen für die Patienten und Mitarbeiter von der Küche des Uniklinikums Steglitz anliefern. «Wir konnten kurzfristig zusätzliche Mitarbeiter bereitstellen sowie fünf Lkw, die das Essen nun nach Mitte transportieren», sagte Charité-Sprecherin Claudia Peters. Die 1400 warmen Speisen für das Bettenhochhaus, werden in der Küche vor Ort nur noch in Portionen aufgeteilt. Damit kalte Speisen dort weiter zubereitet werden dürfen und auch die Spülküche arbeiten kann, sind Reparaturen an Decke und Boden aber unverzichtbar. Die haben nach Worten von Peters jedoch bereits begonnen.
Unklar ist noch, inwieweit die Verantwortlichen bei der Charité Service-Tochter CFM und der Geschäftsbereichsleitung darüber im Bilde waren, dass bereits vor einem Jahr vom Amt gleichlautende Mängel moniert worden waren. «Wir prüfen das jetzt nach. Aber wir schließen nicht aus, dass es interne Informationsdefizite gab», räumte Peters ein. Die Geschäftsführer hatten kurz nach der Beanstandung gewechselt. Beim zuständigen Bezirksamt war zunächst keine weitere Stellungnahme zu bekommen.
Quelle: dpa
Charité: www.charite.de




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