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BERLIN

 

11.02.2011 | Potsdam

Mutmaßlicher Entführer ist Vater dreier Kinder

Der mutmaßliche Entführer eines kleinen Mädchens aus dem brandenburgischen Kleinmachnow ist ein 44 Jahre alter Mann aus Berlin. Er ist Vater dreier Kinder und geschieden. Das teilte Brandenburgs Justizminister Volkmar Schöneburg (Linke) am Freitag in Potsdam vor Journalisten mit. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm erpresserischen Menschenraub vor. Der 44-Jährige war am Donnerstagabend in Kleinmachnow nahe Berlin festgenommen worden. Wenige Minuten zuvor hatte er das von ihm gekidnappte Mädchen nach etwa 13 Stunden Geiselhaft freigelassen.

«Nach allem, was wir wissen, hat es die Entführung unbeschadet überstanden,», sagte Polizeipräsident Rainer Kann. Als Motiv für die Entführung nannte Schöneburg Geldsorgen des Tatverdächtigen. Dieser hatte das Kind am Donnerstagmorgen vor dessen Elternhaus entführt. Dabei bedrohte er laut Polizei die 41 Jahre alte Mutter mit einer Waffe. Bevor er mit dem Mädchen in einem roten Kleinwagen flüchtete, drückte er der Frau einen Zettel mit Forderungen in die Hand. Am Abend kam es in Fürstenwalde/Spree zur Übergabe von Lösegeld. Etwa eine halbe Stunde später ließ der Mann sein Opfer frei.

Der brandenburgische Innenminister Dietmar Woidke (SPD) nannte die Tat ein niederträchtiges und abstoßendes Verbrechen. Polizeipräsident Kann lobte die Zusammenarbeit mit der Justiz und der Presse, die im Interesse der Fahndung Stillschweigen bewahrte. Eine Zeugin und die Mutter hätten gleich nach der Tat wichtige Hinweise zu dem Fluchtfahrzeug gegeben, die letztlich auch für den Erfolg der polizeilichen Arbeit mitentscheidend gewesen seien.

Quelle: dpa
11.02.2011 | Potsdam

Entführung von Vierjähriger unblutig beendet

Etwa 13 Stunden mussten die Eltern um das Leben ihrer Tochter bangen. Vor dem Elternhaus, im Beisein der Mutter, wurde die Vierjährige von einem maskierten Mann gekidnappt. Am Abend die Erlösung: Das Kind kehrte zu den Eltern zurück - äußerlich unversehrt.

Nach etwa 13 Stunden ist am Donnerstagabend in Kleinmachnow bei Berlin die Entführung eines vierjährigen Mädchens beendet worden. Das Kind war am Donnerstagmorgen gegen acht Uhr vor seinem Elternhaus von einem unbekannten, maskierten Täter gekidnappt worden. Wie die Polizei Potsdam am Abend mitteilte, ist das Kind unverletzt. Ein Tatverdächtiger wurde in Kleinmachnow von einer Spezialeinheit der Polizei festgenommen. Details wollte die Polizei am Freitagmittag in einer Pressekonferenz bekannt geben.

Wie ein Polizeisprecher berichtete, wurde das Kind am Abend um 21.28 Uhr in der Nähe des Wohnortes wieder freigelassen. Unmittelbar danach, so der Sprecher, wurde der mutmaßliche Täter gefasst. Sein Auto, ein roter Kleinwagen, wurde sichergestellt und abtransportiert. Kriminalisten werden es nun nach Spuren absuchen.

Zuvor hatte es in Fürstenwalde/Spree (Landkreis Oder-Spree) eine Übergabe von Lösegeld gegeben. Diese war am frühen Abend verabredet worden, als der Entführer telefonisch Kontakt zu der Familie des Kindes aufgenommen hatte.

Zur Höhe der Lösegeldforderung machte die Polizei zunächst keine Angaben. Sie soll bei etwa 100 000 Euro gelegen haben. Die Eltern des Mädchens sind laut Sprecher weder reich noch prominent. Ihr Haus befindet sich in einer der Neuhaussiedlungen der knapp 19 600 Einwohner zählenden Gemeinde. Die Familie wird von Spezialisten betreut. Das Kind wurde ärztlich untersucht.

Das Drama hatte sich ereignet, als die Mutter ihre Tochter am Morgen zur Kita bringen wollte: Das Auto der Familie parkte vor dem Einfamilienhaus, die 41-Jährige verstaute einen Korb im Kofferraum - da stürmte der maskierte Mann auf das Grundstück und schnappte sich das Mädchen, das sich auf der Treppe befand. Der Mann bedrohte die Mutter mit einer Waffe, nach Informationen der «Bild»-Zeitung handelte es sich dabei um eine Sichel.

Der Mann forderte die Mutter auf, in das Wohnhaus zurück zu gehen und sich dort hinzulegen. Er gab an, dass das Kind entführt werde und er sich zu einem späteren Zeitpunkt bei ihr melden würde. Die 41-Jährige kam der Aufforderung nach und ging in das Haus zurück, teilte die Polizei mit. Bevor er flüchtete, drückte er der Mutter noch einen Zettel mit Forderungen in die Hand. Auf diesem war eine Lösegeldforderung formuliert, zudem der Hinweis: «keine Polizei, keine Presse», sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa.

Trotzdem begann wenig später die fieberhafte Suche der Polizei. Etwa 400 Beamte waren laut Angaben beteiligt. «Die Rettung und das Wohl des Kindes standen dabei immer im Vordergrund», betonte der Sprecher. In den Kindertagesstätten wurden Eltern anderer Kinder gewarnt. Gleichwohl bemühten sich alle um Stillschweigen, um die Befreiung des Mädchens nicht zu gefährden. Dies galt auch für die Medien.

Quelle: dpa

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