BERLIN

24.02.2011 | Berlin
Nichtraucher in Berlin müssen weiter passiv «qualmen»
In zwei Dritteln von 169 Lokalitäten in Berlin wird immer noch geraucht. Wie die Volksinitiative Frische Luft für Berlin am Donnerstag mitteilte, hat die Initiative zusammen mit der Fachstelle für Suchtprävention 169 Gaststätten, Internetcafés und Spielhallen in ganz Berlin untersucht. In 102 der Einrichtungen war das Rauchen erlaubt, in vielen davon hielten sich auch Jugendliche auf. Johannes Spatz, Sprecher der Volksinitiative für frische Luft in Berlin, äußerte sich empört, dass der Nichtraucherschutz in vielen öffentlichen Einrichtungen keine Rolle spielt.
Erst im Mai 2009 wurde das Nichtraucherschutzgesetz in Berlin erneuert. Nach diesem Gesetz dürfen Betreiber ihre Gaststätten als Rauchergaststätten kennzeichnen, wenn diese nicht über einen abgetrennten Nebenraum verfügen und Minderjährige keinen Zutritt haben. Laut Spatz ist die Ausnahme zur Regel geworden. Die Volksinitiative für frische Luft in Berlin fordert ein Nichtraucherschutzgesetz ohne Ausnahmen. 16 000 Unterschriften hat sie dafür bereits gesammelt. Werden es 20 000, muss sich das Abgeordnetenhaus mit ihren Forderungen befassen.
Quelle: dpa
Volksinitiative: www.frische-luft-fuer-berlin.de

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25.10.2010 | Berlin
Hintergrund: Zahlen und Fakten zum Rauchen
Neben der Bier-, Strom- oder Kaffeesteuer gehört die Tabaksteuer zu den wichtigsten Einnahmequellen des Staates. Der Anteil solcher Verbrauchsteuern am gesamten Steueraufkommen betrug 2009 zwölf Prozent. Zahlen und Fakten

- In Deutschland raucht ein Drittel der Erwachsenen, das sind etwa 16 Millionen Menschen.
- Wegen ihres Tabakkonsums sterben bundesweit jedes Jahr 140 000 Menschen vorzeitig. Passivrauchen tötet 3300 Menschen pro Jahr. Die volkswirtschaftlichen Kosten werden auf 18,8 Milliarden Euro jährlich geschätzt.
- Durchschnittlich 1055 Zigaretten und 46 Zigarren oder Zigarillos rauchte jeder Deutsche im Jahr 2009.
- Die Zahl der in Deutschland konsumierten Zigaretten geht seit 2002 kontinuierlich zurück.
- Seit dem Jahr 2000 wurde die Tabaksteuer nach Angaben des Statistischen Bundesamtes achtmal erhöht.
- Rund 20 Prozent der in Deutschland konsumierten Zigaretten werden nicht in Deutschland versteuert. Das waren 2008 etwa 23 Milliarden Stück. Wer eine Packung Zigaretten pro Tag raucht, kann durch den Konsum von Schmuggelware etwa 800 Euro jährlich «sparen».
- Dem Staat entgehen dadurch mindestens 4 Milliarden Euro an Tabak- und Mehrwertsteuern. Den Schaden für Hersteller und Handel schätzen Experten auf 1,2 Milliarden Euro.
- Die Gewinnspanne ist beim Zigarettenschmuggel mit schätzungsweise 900 Prozent fast ähnlich hoch wie beim Rauschgifthandel. Die Aufklärungsquote liegt bei etwa 5 Prozent.
Quelle: dpa
Statistisches Bundesamt:
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/search/results.psml
Hamburgisches Weltwirtschaftsinstitut:
http://www.hwwi.org/fileadmin/hwwi/Publikationen/Policy/HWWI_Policy_Paper_1-28.pdf
Bundesgesundheitsministerium... »




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