• PROGRAMM
  • AKTUELL
  • MEDIATHEK
  • MUSIK
  • SERVICE
  • BERLIN
  • KONTAKT

Anmelden

  • Berlin

  • Deutschland/Welt

  • Sport

  • Polizei Aktuell

  • Rückrufaktionen

  • Jochens Hertha-Tipp

  • BER Aktuell

  • Berlinale

  • Jahresrückblick 2011

  • FIFA Frauen-WM 2011

  • Startseite
  • Aktuell
  • Berlin
  • Scharni 29 geräumt

BERLIN

 

Räumung ''Scharni 29''
Fotos
03.03.2011 | Berlin

Wohnprojekt «Scharni 29» geräumt

Wieder verliert die Berliner Hausbesetzerszene eines ihrer Projekte - durch eine ungewöhnliche Räumung: In der Scharnweberstraße 29 kämpft der Gerichtsvollzieher gegen Barrikaden aus Luftballons.

Unter Polizeischutz und Protesten sind am Donnerstag in Berlin Räume eines alternativen Wohnprojekts geräumt worden. Die Aktion in dem ehemals besetzten Haus in Friedrichshain verlief weitgehend friedlich, es gab nur wenige Festnahmen. Die Bewohner warfen dem Eigentümer danach juristische Winkelzüge und gebrochene Zusagen vor.

Die früheren Besetzer des Hauses Scharnweberstraße 29 leben inzwischen mit Mietverträgen in den Obergeschossen. Im Erdgeschoss hatten sie neben einem Treffpunkt - ihrem «verlängerten Wohnzimmer» -  einen sogenannten Schenkladen betrieben. Dort konnte man Gebrauchsgegenstände abgeben, die verschenkt wurden. Aus Sicht des Eigentümers waren die Räume aber nur zu Wohnzwecken vermietet.

Abgeschirmt von 300 Polizisten traf der Gerichtsvollzieher am Vormittag ein, um die Kündigung durchzusetzen. Rund 80 Menschen protestierten, riefen «Die Häuser denen, die drin leben!» und reckten Tranparente wie «Freiräume statt Investorenträume». Doch die Tür zum Edrgeschoss stand offen. Die Bewohner hatten ausdrücklich zu friedlichem Protest aufgerufen. So konnte der Gerichtsvollzieher die Räume ungehindert betreten - auch wegen der Polizeiabsperrung um das Haus.

Die Polizei löste eine Sitzblockade auf. Es gab nach Behördenangaben vereinzelt Tritte und Schläge gegen Beamte, als Demonstranten die Absperrung überwinden wollten. Im Haus klammerten sich ein Mann und eine Frau an einem Betonklotz und wurden herausgetragen. Bis zum Mittag nahm die Polizei fünf Demonstranten wegen Widerstands fest.

Das Amtsgericht Lichtenberg hatte die Kündigung bestätigt, über die Berufung der Mieter ist noch nicht entschieden. Sie kritisieren, dass sie schon jetzt weichen müssen. Der Vermieter habe den Schenkladen und den Treffpunkt bislang ausdrücklich geduldet. Schon im Oktober war eine Wohnung in dem Haus geräumt worden.

Vor vier Wochen war es nach einer Räumung in Friedrichshain zu heftigen Protesten und Krawallen gekommen. 2500 Polizisten waren an der Liebigstraße 14 im Einsatz, es gab 105 Festnahmen. Die Einsatzkräfte mussten sich stundenlang durch das schwer verbarrikadierte Haus kämpfen. Anders am Donnerstag bei der «Scharni 29»: Dort versperrten tausende Luftballons dem Gerichtsvollzieher den Weg.

Quelle: dpa

Kommentare

Mediathek
  • Impressum
  • AGB
  • Werbung
  • Newsletter
  • Kontakt
  • Linktipps
  • Datenschutz
  • Sitemap