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BERLIN

 

07.03.2011 | Berlin

Berlins internationales Ansehen als Wirtschaftsstandort wächst

Berlin holt nach einer Umfrage im internationalen Ansehen als Wirtschaftsstandort auf. Zwar werde Berlin im Ausland immer noch in erster Linie als Stadt des Mauerfalls und der Wiedervereinigung gesehen, sagte Senatssprecher Richard Meng am Montag. Doch sei es in den vergangenen vier Jahren gelungen, auch die wirtschaftlichen Stärken Berlins in Verbindung mit Wissenschaft und Kultur stärker ins Blickfeld von «Top-Entscheidern» der Wirtschaft in aller Welt zu rücken. Meng stellte zusammen mit Michael Ehlting vom Marktforschungsinstitut TNS Infratest die Ergebnisse einer internationalen Imagemessung Berlins vor.

Befragt wurden online Ende 2010 wirtschaftliche Führungskräfte aus 21 Städten in zwölf Ländern (Frankreich, Türkei, Spanien, Großbritannien, Dänemark, Japan, China, Indien, Brasilien, Russland, USA und Australien). Im Vergleich zu einer ähnlichen Untersuchung 2007 habe Berlin im internationalen Image in vielen Aspekten deutlich zugelegt, sagte Ehlting. Als Wirtschaftsmetropolen lägen New York und London zwar immer noch vorn. Doch gerade in wirtschaftlichen Schwellenländern wie Brasilien, Indien oder Russland erscheine Berlin als möglicher eigener Firmenstandort immer attraktiver.

So assoziierten gut die Hälfte der 1510 Befragten (51 %) mit Berlin innovative Firmen. Davor rangierten mit 79 und 68 Prozent der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung. In Russland und Dänemark konnte sich jede zehnte Führungskraft eine Firmengründung in Berlin vorstellen. Danach folgen Spanien (9 %) und die Türkei (8 %). Den Imagezuwachs Berlins im Ausland führte Ehlting auch auf die allgemein positive wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zurück.

Auch die Lebensqualität in Berlin mit bezahlbaren Mieten, einem guten Verkehrssystem und einem breiten Kulturangebot wird geschätzt. Auf die Frage, ob man sich vorstellen könne, in Berlin zu leben und zu arbeiten, antworten 2007 erst 32 Prozent der Befragten in London mit Ja, 2010 waren es 55 Prozent. In Paris stieg der Wert von 38 auf 72 Prozent, in New York von 22 auf 49 Prozent. Bei chinesischen und indischen Führungskräften kletterten die positiven Antworten auf 94 und 88 Prozent.

 

Berlin werde in diesem Jahr seine Imagekampagnen noch weiterentwickeln, sagte Meng. In Tokio, Moskau und Warschau seien sogenannte Berlin-Days geplant. «Berlin muss als Stadt mit offenen Armen auftreten», so der Sprecher. Berlin lebe von seinem Image als Stadt der Wiedervereinigung, als offene und tolerante Stadt. Da seien Debatten wie die von den Kreuzberger Grünen angestoßene «Hilfe, die Touristen» kommen nicht hilfreich.

Quelle: dpa

Umfrage Imagemessung... »

www.sei.berlin.de

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