BERLIN


15.03.2011 | Berlin
Nach Brandstiftung: 5000 Euro Belohnung für Täterhinweise
Nach dem Brand in einem Wohnhaus in der Sonnenallee mit drei Toten hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 5000 Euro für Täterhinweise ausgesetzt. Durch das Feuer, das nach Erkenntnissen der Ermittler vorsätzlich gelegt wurde, starben am Samstagmorgen ein 28-jähriger Mieter, dessen 26-jährige Schwester sowie der zehn Tage alter Sohn der Frau. Sie war mit ihrem Baby zu Besuch bei ihrer Familie in diesem Haus. 17 Menschen wurden verletzt.
Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Mordes und versuchten Mordes sowie besonders schwerer Brandstiftung. Für Hinweise zur Aufklärung der Tat wurde ein Hinweistelefon eingerichtet. Bürger können sich unter der Nummer 030 4664 - 910510 melden.
Quelle: dpa
Feuer in einem Wohnhaus in der Sonnenallee - Polizei bittet um Hilfe
Es ist ein Hinweistelefon eingerichtet worden. Bürger können unter der Telefonnummer 030 4664 – 910510 anrufen, um Hinweise zu geben, die zur Aufklärung der Straftat führen.

14.03.2011 | Berlin
Nach Feuertod in Neukölln: Mordkommission ermittelt
Die Mordkommission ermittelt nach dem durch Brandstiftung verursachten Tod von drei Menschen in Berlin-Neukölln. Bisher gebe es aber noch keine konkreten Hinweise auf den oder die Täter, sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen. Es hätten sich auch nur wenige Zeugen gemeldet.
Zum Motiv der Brandstiftung gibt es laut Martin Steltner, dem Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, keine Erkenntnisse. Einen ausländerfeindlichen Hintergrund schloss er aber am Sonntagabend in der RBB-Abendschau aus. Da es sich bei den Toten um Bosnier handelte, zudem in dem Haus überwiegend Menschen mit ausländischen Wurzeln leben, hatte es entsprechende Vermutungen gegeben.
Bei dem Feuer am Samstagmorgen in der Sonnenallee waren ein zehn Tage alter Junge, seine 26 Jahre alte Mutter sowie deren 28 Jahre alter Bruder vermutlich durch Rauchvergiftungen ums Leben gekommen. 17 weitere Hausbewohner wurden verletzt. Nach ersten Erkenntnissen entstand das Feuer, weil ein Kinderwagen im Hausflur angezündet worden war.
Quelle: dpa

13.03.2011 | Berlin
Brand in Berlin: Ermittlungen wegen Mordes
Bei einem vorsätzlich gelegten Brand im Berliner Stadtteil Neukölln sind am Samstag drei Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Baby. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes und schwerer Brandstiftung.
Das Feuer sei am Morgen im Treppenhaus an einem dort abgestellten Kinderwagen entstanden, sagte Behördensprecher Martin Steltner am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Bei den Opfern handelt es sich um eine Familie aus Bosnien: den erst zehn Tage alten Säugling und seine 26-jährige Mutter sowie den 28-jährigen Bruder der Frau.
Die Mutter und ihr Kind starben in der Wohnung des Mannes im ersten Stock. Der 28-Jährige konnte noch aus dem Fenster springen, starb aber wenig später. Eine Obduktion ergab als Todesursache bei allen drei Opfern eine Rauchgasvergiftung. Ein Nachbar oder Mieter des Hauses griff nach Angaben der Polizei beherzt ein und rettete noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr mehrere Menschen.

Über Motive und Hintergründe der Brandstiftung wollte Steltner zunächst keine weiteren Angaben machen. «Das wären Spekulationen», betonte er. In den vergangenen Monaten hatten Unbekannte in Berlin immer wieder in Kellern oder in Hausfluren Feuer gelegt.
Am Brandort kam es zu «dramatischen Szenen», wie ein Polizeisprecher sagte. Menschen mussten mit Leitern aus ihren Wohnungen gerettet werden, einige sprangen aus den Fenstern in zuvor von der Feuerwehr aufgeblasene Luftkissen. 17 Mieter des Hauses wurden verletzt. Insgesamt wurden 31 Personen, die zum großen Teil türkische und bosnische Wurzeln haben, in Sicherheit gebracht.




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