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BERLIN

 

BRAND IN NEUKÖLLNER WOHNHAUS   |   TIPPS: VERHALTEN IM BRANDFALL / RAUCHMELDER

21.03.2011 | Berlin

Erneut Brandstiftung im Treppenflur

Erneut ist in Berlin ein Kinderwagen in einem Hausflur angezündet worden. Unbekannte legten das Feuer  in der Oudenarder Straße im Wedding, teilte die Polizei mit. Der Brand wurde rechtzeitig entdeckt und konnte rasch gelöscht werden. In den vergangenen Tagen hat es zahlreiche solcher Brandstiftungen gegeben. Bei der folgenschwersten in Neukölln waren am 12. März ein Kleinkind, eine Frau und ihr Bruder an Rauchvergiftungen gestorben. Zu diesem Fall gibt es bisher 22 Zeugenhinweise, aber keine heiße Spur. Am Wochenende hat es vier ähnliche Brandstiftungen gegeben.

Quelle: dpa

Feuer in Neuköllner Wohnhaus – Belohnung erhöht
Tatzeit 12. März 2011; Tatort Sonnenallee in Neukölln

Am Sonnabend, den 12. März 2011 wurde in den frühen Morgenstunden durch bislang unbekannte Täter ein Brand im Quergebäude des Wohnhauses in der Sonnenallee 18 gelegt, durch den eine junge Mutter mit ihrem erst 10 Tage alten Baby sowie deren Bruder ihr Leben verloren haben.

Die Belohnung für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist von 5.000 auf bis zu 25.000 Euro erhöht worden.

Die Mordkommission hat folgende Fragen:

  • Wer hat am Sonnabend, den 12. März 2011 in der Zeit von 4 bis 6 Uhr verdächtige Personen gesehen, die in das Haus Sonnenallee 18 gingen oder aus diesem heraus kamen.
  • Wem sind Personen aufgefallen, die sich in der Nähe des Hauses aufhielten und sich verdächtig verhielten?
  • Wer kann sonstige sachdienliche Angaben machen, die im Zusammenhang mit der Tat stehend könnten?


Hinweise nimmt die 4. Mordkommission des Landeskriminalamtes in der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Rufnummer (030) 4664-911 401 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Spreeradio-Reporter Matthias Gindorf war in Neukölln unterwegs
und hat uns diese Fotos mitgebracht...

21.03.2011 | Berlin

Serie von Treppenhaus-Bränden in Berlin-Neukölln

Nach dem schrecklichen Brandanschlag in der Berliner Sonnenallee mit drei Toten am vergangenen Wochenende reißt die Serie der mutwilligen Brandstiftungen in Neukölln nicht ab. In der Nacht zu Sonntag brannte es in vier Hausfluren. Dabei wurde ein Mensch leicht verletzt. Gleich sechs Menschen erlitten Samstag früh bei einem Brand in Pankow leichte Rauchvergiftungen. Das Wohnhaus wurde durch das Feuer unbewohnbar. Die Polizei ermittelt in allen Fällen wegen schwerer oder leichter Brandstiftung.

In jüngster Zeit gab es vermehrt Brandstiftungen in Neuköllner Häusern. Ob es Zusammenhänge zwischen den einzelnen Fällen gibt, konnte die Polizei nicht sagen. Zu dem tödlichen Feuer vergangenes Wochenende seien mittlerweile rund 22 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Eine besonders erfolgversprechende Spur war aber noch nicht dabei.

In einem Wohnhaus in der Warthestraße steckten Unbekannte am Samstagabend gegen 21.15 Uhr im Hausflur abgestellte Kinderwagen in Brand. Die Feuerwehr löschte das Feuer und brachte einen 52-Jährigen nach einer notärztlichen Behandlung mit dem Verdacht einer Rauchgasvergiftung zur stationären Aufnahme in eine Klinik.

Rund zwei Stunden kokelte es im Hausflur eines Hauses in der Sonnenallee. Dort brannte neben einem Kinderwagen liegendes Papier. Ein 32-Jähriger Mieter, der die Flammen beim Heimkehren sah, ging in seine Wohnung, holte einen Eimer mit Wasser und löschte das Feuer.

Gegen 1.15 Uhr bemerkte ein Anwohner einen brennenden Mülleimer im Flur eines Hauses in der Lipschitzallee. Der 29-Jährige trat den Behälter von der Wand und brachte ihn ins Freie. Die Feuerwehr löschte das Feuer.

Der vierte Brand in der Nacht ereignete sich in der Richardstraße gegen vier Uhr morgens. Ein 52-jähriger Zeitungszusteller sah einen brennenden Kinderwagen. Polizisten löschten die Flammen mit einem Feuerlöscher.

Bei dem Feuer in Pankow am Samstagmorgen wurden nach Angaben der Feuerwehr mehrere Einrichtungsgegenstände im Treppenhaus im ersten Stock des Hauses in der Trelleborger Straße in Brand gesteckt. Ein 19-Jähriger Mieter bemerkte die sich schnell ausbreitenden Flammen gegen 5.00 Uhr, nachdem ihn ein lauter Knall aufgeschreckt hatte. Ein 57-Jähriger Mieter alarmierte die Polizei und die Feuerwehr. Er verließ das brennende Haus selbst. Der 19-Jährige und vier weitere Bewohner - zwei Frauen im Alter von 29 und 31 Jahren sowie zwei 33- und 34-jährige Männer - wurden über Leitern gerettet.

Alle sechs kamen zur ambulanten Behandlung in Krankenhäuser. Aufgrund der starken Verrußung im Treppenraum erklärte die Hausverwaltung das Gebäude für unbewohnbar. Die Mieter kamen bei Bekannten und in einem Hotel unter.

Quelle: dpa

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