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BERLIN

 

19.04.2011 | Berlin

Über 2000 Demonstranten gegen Atomkraft werden erwartet

Nach dem Atomunfall in Japan erwartet die traditionellen Ostermarschbewegung in diesem Jahr auch in Berlin einen kräftigen Zulauf. «Fukushima wie schon Tschernobyl vor 25 Jahren haben gezeigt, dass es eine sichere Nutzung von Atomkraft nicht geben kann», teilten die Organisatoren am Dienstag in Berlin mit. Die Friedenskoordination rechnet an diesem Samstag in Mitte mit über 2000 Teilnehmern, das wären 500 mehr als im vergangenen Jahr. Die Forderung nach einem Ausstieg aus der Kernkraft ist zentrales Thema der Ostermärsche.

Fast 50 Initiativen, Umweltverbände und Parteien haben ihre Teilnahme bereits zugesagt. Um 12.00 Uhr wollen sich die Atomkraftgegner vor dem Vattenfall-Gebäude an der Chausseestraße treffen. Der Marsch soll gegen 14.00 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Potsdamer Platz enden.

Da in diesem Jahr der 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl mit den Ostermärschen zusammenfällt, haben Anti-AKW-Initiativen und Friedensbewegung für Ostermontag bundesweit zu Protesten vor Atomkraftwerken aufgerufen. Die Berliner Verbände wollen sich an Protesten am Zwischenlager Nord in Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) beteiligen.

Ihre Wurzeln haben die Ostermärsche im Protest gegen das atomare Wettrüsten im Kalten Krieg. In Deutschland erlebten sie 1968 und 1983 ihre Höhepunkte mit Hunderttausenden Demonstranten. In den Jahren danach verlor die Bewegung massiv an Zulauf - unter anderem durch die Friedenspolitik des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt (SPD). Später hatten aber immer wieder aktuelle Entwicklungen den Ostermärschen Zulauf beschert, wie der Irak-Krieg im Jahr 2003.

Quelle: dpa

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