BERLIN

20.04.2011 | Berlin
Aufschwung lässt Verdienste steigen
Der Wirtschaftsaufschwung macht sich auch in den Portemonnaies der Berliner bemerkbar. Durchschnittlich verdienten Arbeitnehmer im vergangenen Jahr monatlich 2784 Euro brutto und damit 2,1 Prozent mehr als 2009. Das sind ungefähr 57 Euro. Berücksichtigt man, dass gleichzeitig die Preise gestiegen sind, bleibt real ein Lohnanstieg von 0,8 Prozent oder etwa 22 Euro. Das geht aus Zahlen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg hervor.
Konnten die Berliner im Krisenjahr 2009 ihre Einkommen noch gegen den Trend steigern, fallen sie damit nun wieder zurück. Laut Statistischem Bundesamt sind die Reallöhne 2010 bundesweit mit einem Plus von 1,5 Prozent stärker gestiegen als in der Hauptstadt.

Beim verfügbaren Einkommen gehören die Berliner nach der jüngsten verfügbaren Statistik weiter zur Schlussgruppe. Mit 15 843 Euro im Jahr 2009 belegen sie unter den 16 Bundesländern Platz 13. Die anderen beiden Stadtstaaten, Hamburg und Bremen, haben sich dagegen die ersten beiden Plätze gesichert.
Vollzeitbeschäftigte verdienten im vergangenen Jahr in Berlin 3448 Euro im Monat und damit nominal 1,7 Prozent mehr. Wer in Teilzeit arbeitete, kam durchschnittlich auf 1799 Euro und damit auf 2,8 Prozent mehr. Dabei sind Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld immer eingerechnet.

Besonders zugelegt haben die Gehälter im Produzierenden Gewerbe, wo die Kurzarbeit auslief. Dort verdienten die Vollzeitbeschäftigten mit 3736 Euro (+3,1 Prozent) deutlich mehr als im Dienstleistungssektor, wo der Bruttoverdienst bei 3383 Euro lag (+1,4 Prozent). In großen Betrieben mit mehr als tausend Beschäftigten stieg das Einkommen stärker als in kleinen mit weniger
als 50 Arbeitnehmern.
Quelle: dpa
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