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12.05.2011 | Pressemeldung BVG

Polizei und BVG gemeinsam für mehr Sicherheit in der U-Bahn!

Berlin investiert massiv in die Sicherheit in der U-Bahn. Darauf haben sich Innensenator Dr. Erhart Körting, Polizeipräsident Dieter Glietsch und BVG-Chefin Dr. Sigrid Evelyn Nikutta mit dem Regierenden Bürgermeister, Klaus Wowereit, geeinigt und dazu ein entsprechendes Konzept vorgelegt. Das Maßnahmenpaket soll schnellstmöglich umgesetzt, die dafür notwendigen gesetzlichen und finanziellen Grundlagen kurzfristig geschaffen bzw. bereit gestellt werden.

Vorgesehen sind im Einzelnen folgende Maßnahmen:

- Ab sofort wird es deutlich mehr Polizeipräsenz in den U-Bahnhöfen und –Fahrzeugen geben. Die Polizei wird dazu 200 Beamte neu einstellen, auch bei der BVG sollen die Sicherheitsmitarbeiter auf 200 aufgestockt werden. Bis die neuausgebildeten Sicherheitskräfte ihren Dienst antreten können, werden 60 Polizisten sofort in die U-Bahn für die gemeinsame Streifentätigkeit mit der BVG abgeordnet.

- Die bereits im U-Bahnhof Kottbusser Tor eingebaute moderne Videotechnik soll auf weiteren 20, noch zu benennenden, zentralen Bahnhöfen zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich unter anderem um moderne Kameras, die eine deutlich bessere und breitere Erfassung von Vorgängen erlauben.

- Die Polizei bekommt zukünftig einen festen Arbeitsplatz in der BVG-Sicherheitszentrale. Der bisher nur bei Bedarf besetzte Arbeitsplatz wird dann rund um die Uhr mit einem Polizeibeamten besetzt.

- In der Sicherheitsleitstelle der BVG wird die Mitarbeiterzahl verdoppelt, neuralgische Punkte des U-Bahnnetzes werden zukünftig aktiv videoüberwacht. Außerdem werden die Voraussetzungen ausgebaut, dass die Leitstelle über Lautsprecher auch akustisch auf Personen im U-Bahnbereich einwirken kann.

- Die bisher auf 24 Stunden begrenze Aufzeichnungsdauer bei der BVG wird kurzfristig auf 48 Stunden ausgedehnt, die notwendigen gesetzlichen Grundlagen sollen, so Wowereit, umgehend geschaffen werden,

 

- Insgesamt entstehen Kosten von rund 30 Millionen Euro durch das neue Sicherheitskonzept, die von BVG und Land gemeinsam getragen werden.

Der Regierende Bürgermeister räumte zwar ein: «Das ist ein Mehr an Sicherheit, aber keine absolute Sicherheit.», betonte aber gleichzeitig, dass die verstärkten Anstrengungen der BVG um mehr Sicherheit in der Vergangenheit durchaus zu einer Absenkung der Gewalttaten im ÖPNV geführt hätten. Allerdings dürfe man angesichts des gesellschaftlichen Trends bei Jugendlichen zur ungehemmten Gewalt "BVG und Polizei damit auch nicht alleine lassen".

Die BVG-Vorstandsvorsitzende, Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, bewertete das Maßnahmenpaket als Schritt in die richtige Richtung: "Die BVG ist froh und dankbar über die massive Unterstützung durch Polizei und Politik", und lehnte es noch einmal ab, einen so genannten Sicherheitszuschlag auf das Fahrgeld zu erheben.

 

www.bvg.de

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