BERLIN

22.05.2011 | Saarmund
Zwei Leichtflugzeuge stoßen zusammen – Drei Tote
Beim Zusammenstoß zweier Sportflugzeuge in der Nähe von Potsdam sind drei Menschen ums Leben gekommen. Die Flugzeuge prallten am Sonnabend in der Luft über dem Flugplatz Saarmund (Potsdam-Mittelmark) südwestlich von Berlin zusammen. Zwei der drei Männer saßen nach Polizeiangaben in einem Ultraleichtflugzeug, einer in einem Segelflieger. Die Identität der Opfer sei noch nicht abschließend geklärt, teilten die Potsdamer Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Potsdam am Sonntag mit.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll es sich bei den Insassen im abgestürzten Ultraleichtflugzeug um zwei Berliner handeln, den 48-jährigen Piloten und einen 60-jährigen Mann. Der Pilot des Segelflugzeugs sei vermutlich ein 58-jähriger Potsdamer. Um mehr Klarheit zu erhalten, hat die Staatsanwaltschaft Potsdam für Montag Obduktionen angeordnet.

Warum die Flugzeuge bei dem Start des Segelflugzeugs in der Luft zusammenprallten, wollen Experten der Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ermitteln. Dazu sollen auch Zeugen vernommen und ein Radarbild vom Flug des Ultraleichtflugzeuges angefordert werden, sagte ein Sprecher der Bundesstelle.
Zu dem verhängnisvollen Zusammenstoß über dem Flugfeld war es gegen 15.45 Uhr bei sonnigem Wetter gekommen. Der Segelflieger wurde gerade von einer Seilwinde hochgezogen, als er in ungefähr 300 Meter Höhe mit dem Ultraleichtflugzeug zusammengeprallte. Die Trümmer waren in einem Umkreis von mehreren hundert Metern verstreut. Ein Großaufgebot von Feuerwehrleuten barg die Toten. Die Trümmer wurden für die Untersuchungen beschlagnahmt, der Unfallort abgesperrt. Der Flugplatz Saarmund mit seinem Rasenfeld hat sich zu einem Zentrum der Ultraleichtfliegerei entwickelt.
Das Ultraleichtflugzeug kam den Polizeiangaben zufolge von dem 40 Kilometer entfernten Flugplatz Schönhagen. Es soll nach Informationen der Online-Ausgabe der „Berliner Morgenpost“ (Sonntag) einer Berliner Flugschule gehören, die in Schönhagen ausbildet. Seit 2002 sind der Zeitung zufolge bei Abstürzen von Sportmaschinen in Brandenburg sieben Menschen ums Leben gekommen. Unter ihnen war auch der ehemalige Berliner Senator Klaus Riebschläger, der 2009 bei einem Absturz kurz nach dem Start vom Flugplatz Schönhagen starb.




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