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BERLIN

 

06.06.2011 | Berlin

Neue Vermittler sollen Arbeitslose in Jobs bringen

Die Berliner Jobcender wollen 65 000 aussichtsreiche Langzeitarbeitslose intensiver betreuen, damit sie im aktuellen Wirtschaftsaufsschwung eine Stelle bekommen. «Wenn nicht jetzt, wann dann?», sagte Margit Haupt-Koopmann, die Chefin der Regionaldirektion am Montag. Für das bundesweite Modellprojekt haben die zwölf Jobcenter 350 zusätzliche Vermittler eingestellt und stellen 300 weitere frei, die mit den Arbeitslosen selbst oder ihren Bewerbungsmappen in Betriebe gehen sollen. Ein Vermittler kümmere sich um 100 Klienten, sonst seien sie für 250 zuständig.

«Insbesondere Kleinstbetriebe haben Schwierigkeiten, Mitarbeiter zu finden», sagte Haupt-Koopmann. Sie hofft, in den nächsten zwei Jahren mindestens 20 000 der 65 000 Kandidaten auf feste Stellen zu bringen, vor allem in Dienstleistungen, Gesundheit, Sozialwesen, Handel und Gastgewerbe. Die großen Wirtschaftsverbände unterstützten das Vorhaben, sagte Haupt-Koopmann. Insgesamt kostet das Modellprojekt «Berliner Joboffensive» nach ihren Angaben gut 46 Millionen Euro, wovon das Land Berlin rund 10 Millionen Euro trägt.

Arbeitssenatorin Carola Bluhm (Linke) sagte über die Bewerber: «Das sind alles Leute, die fit sind für den Arbeitsmarkt», darunter Akademiker, die nach dem Studium nicht gleich eine Stelle gefunden haben, und ausländische Fachkräfte, deren Abschlüsse nicht anerkannt wurden. Andere hätten 20 oder 30 Jahre Berufserfahrung, sagte Haupt-Koopmann. «Auch jetztige Hartz-IV-Empfänger können wertvolle Mitarbeiter sein.»

Nach der jüngsten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer wollen 38 Prozent der Berliner Unternehmen neue Beschäftigte einstellen, vor allem die Dienstleistungsanbieter.

Quelle: dpa

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