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BERLIN

 

01.07.2011 | Berlin

Künast verurteilt Trunkenheitsfahrt von Ex-Wahlkampfmanager

Die Berliner Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast hat sich erstmals deutlich von ihrem entlassenen Wahlkampfmanager André Stephan distanziert und seine Trunkenheitsfahrt verurteilt. Jemand, «der so betrunken Auto fährt, ist schlicht und einfach als Wahlkampfleiter nicht tragbar», sagte Künast am Freitag in Berlin. Zusätzlichen Ärger habe bei ihr ausgelöst, dass sich Stephan der Partei erst erklärt habe, als die Vorwürfe öffentlich wurden. «Wir Grüne gehen von null Promille Alkohol am Steuer aus und auch von bestimmten Umgangsformen gegenüber der Polizei», betonte Künast.

Die derzeitige Bundestags-Fraktionschefin will bei der Abgeordnetenhauswahl am 18. September Klaus Wowereit (SPD) als Regierenden Bürgermeister ablösen. Ihren Wahlkampf leitet seit Freitag der Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, Heiko Thomas. Der 31-jährige Stephan war in der Nacht zum Mittwoch nach dem Hoffest bei Wowereit nach einer Trunkenheitsfahrt festgenommen worden. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Trunkenheit am Steuer.

Quelle: dpa
30.06.2011 | Berlin

Heiko Thomas wird neuer Wahlkampfmanager der Berliner Grünen

Schnelle Schadensbegrenzung: Nur einen Tag nach dem Rauswurf ihres Wahlkampfmanagers André Stephan haben die Berliner Grünen einen Nachfolger benannt. Künftig soll der Geschäftsführer der Fraktion, Heiko Thomas, den Wahlkampf für Spitzenkandidatin Renate Künast managen, teilte die Grünen-Spitze am Donnerstag mit. Die Vorwürfe gegen Stephan seien «so schwerwiegend gewesen, dass eine Fortsetzung der Zusammenarbeit nicht mehr möglich ist», hieß es, ohne die Vorwürfe konkret zu benennen. Nach Medienberichten war Stephan in der Nacht zum Mittwoch nach einem Fest betrunken Auto gefahren und hatte sich handgreiflich seiner Festnahme widersetzt.

Der 41-jährige Politik- und Volkswirtschaftler Thomas wird von diesem Freitag an auch Landesgeschäftsführer seiner Partei, teilten die Grünen-Landesvorsitzenden Bettina Jarasch und Daniel Wesener mit. Einen neuen Geschäftsführer ernennt die Fraktion für die letzten zweieinhalb Monate vor der Wahl nicht mehr, wie ein Sprecher mitteilte. Die politischen Aufgaben übernehme der Fraktionsvorstand, die restlichen Aufgaben erledigten Mitarbeiter der Fraktion.

Nach der Suspendierung von Stephan am Vortag einigten sich beide Seiten am Donnerstag «einvernehmlich darauf, das Arbeitsverhältnis ganz zu beenden», sagte Wesener der Nachrichtenagentur dpa. Zudem zieht Stephan seine Direktkandidatur für das neue Abgeordnetenhaus in Lichtenberg zurück.

Nach den Worten von Wesener hat der Vorstand mit Stephan über die gegen ihn erhobenen Vorwürfe gesprochen. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Trunkenheit im Straßenverkehr, nennt aber keinen Namen. «Er hat die Vorwürfe teilweise bestritten», sagte der Grünen-Chef der dpa.

Quelle: dpa

www.heiko-thomas.net

30.06.2011 | Berlin

Kurzporträt: Heiko Thomas: Grüner Politprofi im Hintergrund

Heiko Thomas hat schon für viel Grünen-Prominenz gearbeitet, aber immer hinter den Kulissen. Jetzt soll der 41-jährige Politprofi eines der wichtigsten Grünen-Projekte in diesem Jahr managen: Er soll durch einen erfolgreichen Wahlkampf die Berliner Spitzenkandidatin Renate Künast ins Rote Rathaus bringen. Der Politikwissenschaftler kennt die 55-jährige Fraktionschefin der Grünen im Bundestag gut. Von 2002 bis 2004 arbeitete Thomas bereits für die damalige Bundes-Agrarministerin.

Für seine Aufgabe fühlt sich Thomas gut gerüstet. In seinem «ersten Leben» habe er elf Jahre in seinem erlernten Beruf als Gas- und Wasserinstallateur gearbeitet, schreibt der bisherige Geschäftsführer der Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus in seinem Lebenslauf. In dieser Zeit habe er die Vielfalt des Lebens kennengelernt. «Wer ständig in der Küche und im Wohnzimmer der Kunden ist, lernt den Menschen dahinter kennen und ihn zu respektieren.»

Der gebürtige Wuppertaler machte dort auf dem Zweiten Bildungsweg Abitur, um Theologie zu studieren. Aus Theologie sei Politikwissenschaft geworden. «Oder anders gesagt, aus Leidenschaft wurde mein Beruf», schreibt er selbst. Seit 1997 war er im Bundestag tätig, zunächst als persönlicher Referent für die damalige Grünen-Fraktionsvorsitzende Kerstin Müller, dann als Büroleiter für Parteichefin Claudia Roth, dann für Künast. Seit 2007 arbeitete Thomas als Geschäftsführer der Berliner Grünen-Fraktion.

Quelle: dpa

www.heiko-thomas.net

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