BERLIN

07.07.2011 | Berlin
Nach Bundestags-Überfall: Tatverdächtiger Polizist tot gefunden
Der Überfall auf eine Poststelle im Deutschen Bundestag ist von einem Polizisten verübt worden. Der 48-Jährige wurde in Berlin-Kaulsdorf tot gefunden, wie der Berliner Polizeisprecher Frank Miller der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag bestätigte. Nach ersten Erkenntnissen hatte der Polizist private Probleme und hat sich das Leben genommen. Der Mann wurde noch am Mittwochabend von Spaziergängern mit einer tödlichen Schussverletzung im Kopf gefunden. Er lag auf einem Wanderweg am Butzer See in Berlin-Kaulsdorf.
Die Poststelle im Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses im Berliner Regierungsviertel war am Mittwochabend gegen 19.00 Uhr überfallen worden. Der Täter hatte eine 42 Jahre alte Angestellte mit einer Schusswaffe bedroht und geschlagen. Die Beute verstaute er in einer Tragetasche. Die Überfalle kam mit Platzwunden und Prellungen ins Krankenhaus.
Der Vorfall hatte zunächst eine Diskussion ausgelöst, wie ein Räuber in ein besonders gesichertes Gebäude gelangen konnte. In den vergangenen Monaten hatte es bereits Beschwerden über die hohe Zahl von Zugangsberechtigten zu den Gebäuden des Bundestages gegeben. Dass der 48-Jährige zur Polizei beim Bundestag gehörte, erkläre nun den ungehinderten Zugang zu der nicht für den öffentlichen Kundenverkehr zugänglichen Poststelle, hieß es im Berliner Polizeipräsidium.




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