BERLIN

16.07.2011 | Charlottenburg-Wilmersdorf
Nach Messerstecherei auf U-Bahnhof:
Polizei sucht Zeugen - Veröffentlichung von Bildern eines Begleiters des Tatverdächtigen
Tatzeit: 15. Juni 2011; Tatort: U-Bahnhof Zoologischer Garten in Charlottenburg
Zu dem versuchten Tötungsdelikt auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofs Zoologischer Garten in Charlottenburg bittet die 2. Mordkommission des Landeskriminalamtes um Mithilfe.
Wie berichtet, fügte ein Unbekannter am Freitag, dem 15. Juli, kurz nach Mitternacht zwei Männern im Alter von 20 und 21 Jahren Stichverletzungen zu. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand waren die beiden Opfer und fünf junge Frauen, alle 19 Jahre alt, auf dem Weg in die Innenstadt zu einer Feier. Sie befanden sich in einem Waggon der U-Bahnlinie U 9 (Zug-Nr. 2710). Drei Unbekannte pöbelten die jungen Frauen an. Es kam zu verbalen Auseinandersetzungen. Als die Bahn die Station Zoologischer Garten erreicht hatte, drängten die beiden „Beschützer“ die drei Delinquenten aus dem Abteil auf den Bahnsteig. Außerhalb des wartenden Zuges setzten sich die Streitigkeiten fort und es kam zu den Messerstichen. Der Täter und seine Begleiter flüchteten und die beiden jungen Männer stiegen wieder in den noch wartenden Zug ein. Erst dort bemerkten die beiden Heranwachsenden die ihnen zugefügten Verletzungen.
Die alarmierten Rettungskräfte brachten den 20-Jährigen mit mehreren Stichverletzungen im Oberkörper in ein Krankenhaus, wo er notoperiert wurde. Der 21-jährige Begleiter erlitt Stichverletzungen im linken Oberarm, die in einer Klinik ambulant behandelt wurden.

Bisherige Ermittlungen ergaben, dass zur Tatzeit mehrere Personen auf dem Bahnsteig des Geschehens waren. Diese werden gebeten, sich mit der 2. Mordkommission in Verbindung zu setzten. Ebenso die beiden Begleiter des Täters, von denen einer auf den hier veröffentlichten Bildern zu sehen ist. Die beiden Begleiter werden dringend gebeten, sich mit den Ermittlern des LKA 112 in Verbindung zu setzen. Sollten sie diesem Aufruf nicht folgen und sich nicht als Zeugen zur Verfügung stellen, kann dies zu Ermittlungen wegen Strafvereitelung zu dem versuchten Tötungsdelikt führen. Diese Straftat wird mit bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe bestraft.

Die Fotos zeigen einen der Begleiter des Täters auf dem Bahnsteig, wie er nach der Tat flüchtete, danach ein Fastfood-Restaurant betrat und nach seinen beiden Freunden Ausschau hielt.
Der Täter selbst wird von Zeugen wie folgt beschrieben:
- 17 bis 20 Jahr alt
- 175 – 180 cm groß
- Kurze, dunkelblonde Haare
- Kräftig bis dicklich
- Vermutlich Deutscher
- Ungepflegte Zähne, evtl. eine Zahnlücke zwischen den Schneidezähnen
Zur Tatzeit trug der Täter ein weißes T-Shirt mit großflächigem Aufdruck im Brustbereich und eine kurze farbige Hose.

Die Polizei fragt:
- Wer kennt den jungen Mann auf den Fotos?
- Wer kann Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen?
- Wer hat den Vorfall beobachtet?
- Wer kann sonst sachdienliche Hinweise machen?
Hinweise nimmt die 2.Mordkommission des Landeskriminalamtes unter der Telefonnummer (030) 4664-911201 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Zur Pressemittelung der Polizei... »




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