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DEUTSCHLAND/WELT

 

UNWORT DES JAHRES 2011   |   RÜCKBLICK 2010   |  WORTE & UNWORTE DES JAHRES SEIT 1999

17.01.2012 | Darmstadt

«Döner-Morde» ist das «Unwort des Jahres 2011»

Das «Unwort des Jahres 2011» heißt «Döner-Morde». Das teilte die «Unwort»-Jury unter dem Vorsitz der Sprachwissenschaftlerin Nina Janich in Darmstadt mit. Das Schlagwort verharmlose die Mordserie an acht türkischstämmigen und einem griechischen Kleinunternehmer. Als Vorschlag war «Döner-Morde» 269 Mal eingereicht worden. Es ist das 21. Unwort. Zum «Unwort des Jahres 2010» war «alternativlos» gewählt worden. 2009 hieß das Unwort des Jahres «betriebsratsverseucht», 2008 «notleidende Banken».

Das «Unwort des Jahres» gibt es seit 1991. 2420 Einsendungen und damit so viele wie noch nie sind bei der unabhängigen Jury dieses Mal eingegangen. «Unwort des Jahres 2010» war der Begriff «alternativlos».

«Stresstest» ging auch bei der Gesellschaft für deutsche Sprache (Wiesbaden) ein. Sie wählte den Vorschlag für 2011 zum «Wort des Jahres». Der Begriff stammt aus der Humanmedizin. Er wird inzwischen auch verwendet, wenn Atomkraftwerke, Regierungen, Banken und Bahnhofsprojekte auf ihre Belastung geprüft werden.

Quelle: dpa

 

www.unwortdesjahres.net

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