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DEUTSCHLAND/WELT

 

Berliner Forscher entdeckt Monster-Wespe

Ein Forscher des Berliner Naturkundemuseums hat in der Sammlung eine bislang unbekannte Monster-Wespe entdeckt. «Mit ihrer Körpergröße und der pechschwarzen Färbung ist diese Wespe eine wirklich beunruhigende Erscheinung», erklärte der Entomologe Michael Ohl am Dienstag in einer Pressemitteilung. Mit ihren gigantischen Kiefern sehe sie aus wie eine Kampfmaschine. Die Wespe sei etwa fünfmal größer als hiesige Arten.

Die Wespe stammt demnach von der indonesischen Insel Sulawesi und wurde dort vor kurzem auch von dem kalifornischen Wissenschaftler Lynn Kimsey gefangen. Die Wespe gehört zur Gattung Dalara und zu den - mit 10 000 bereits bekannten Arten - sehr vielfältigen Grabwespen. Die beiden Wespenspezialisten Ohl und Kimsey wollen die neue Art nach dem indonesischen Nationalsymbol Garuda benennen, das einen geflügelten Kämpfer darstellt.

Über das Verhalten der neuen Dalara-Art sei nichts bekannt, da sie in freier Natur noch nicht beobachtet wurde. Es sei aber sehr wahrscheinlich, dass die riesigen Kiefer der Männchen eine Rolle bei der Verteidigung und dem Sexualverhalten spielen, hieß es.

Quelle: dpa
06.09.2011 | Würzburg

Würzburger Fotograf setzt Bienen-Po in Szene

Imposantes Hinterteil: Mit einem Bienen-Popo in Großaufnahme hat ein Franke einen internationalen Wissenschafts-Fotowettbewerb gewonnen. Stefan Diller setzte sich gegen mehr als 900 Konkurrenten aus mehr als 40 Ländern durch und heimste beim «Best Image Contest» der Internationalen Mikroskopie-Konferenz an der Universität Kiel den ersten Platz ein. «Das ist eine tolle Anerkennung meiner Arbeit», sagte der 52-Jährige am Dienstag in Würzburg. Den Hintern der Honigbiene fotografierte der Wissenschaftsfotograf mit einem Rasterelektronenmikroskop. Ein 20-Zentimeter langes Bild zeigt den Po des Tieres in etwa 160 000-facher Vergrößerung.

Für die Aufnahme benötigte der in Würzburg arbeitende Fotograf einen ganzen Tag. «Drei Stunden dauert allein schon die Arbeit am Mikroskop.» Für das Foto scannt er sein Motiv aus vier unterschiedlichen Richtungen. Auf diese Art kommen die Strukturen zum Vorschein. «Ich war beim ersten Scan ganz überrascht, wie haarig die Bienen sind», erinnert sich der Fotograf.

Diller gehört nach eigenen Angaben zu einer guten Handvoll deutscher Wissenschaftsfotografen, die sich professionell mit der Elektronenmikroskopie beschäftigen. Das Siegerbild entstand in Zusammenarbeit mit der Universität Würzburg. Die besten Bilder des Wettbewerbs wurden bereits Ende der vergangenen Woche ausgezeichnet.

 

Quelle: dpa

Stefan Diller: www.elektronenmikroskopie.info
Pressemitteilung der Uni: www.presse.uni-wuerzburg.de/einblick/bienenfoto

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