DEUTSCHLAND/WELT

19.09.2011 | Berlin
Kartellamt: Keine Anzeichen für E10-Absprachen
Das Bundeskartellamt sieht trotz der teils saftigen Aufschläge an den Tankstellen bisher keinen Grund zum Einschreiten bei der Biosprit-Preispolitik. «Wir haben bislang keine Hinweise darauf, dass die Mineralölkonzerne die E10-Preise untereinander abgesprochen haben», sagte ein Sprecher der Behörde am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Aus Reihen der schwarz-gelben Koalition war ein Einschreiten der Wettbewerbshüter gefordert worden.
Der Grund: Die Kosten für zu wenig verkauften Biosprit E10 und damit verbundene Mehrkosten für alternative Methoden zum Erfüllen der Biokraftstoffquote würden zu hohen Preisaufschlägen genutzt. Der CSU-Verbraucherexperte Johannes Singhammer forderte in der «Bild» das Kartellamt auf, gegen die Mineralölkonzerne «wegen rechtswidriger Preisabsprachen zum Nachteil des Verbrauchers» vorzugehen.




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