DEUTSCHLAND/WELT

26.09.2011 | München
Stimmung in der Wirtschaft verschlechtert sich
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im September erneut verschlechtert. Der ifo-Index sank zwar weniger stark als erwartet von 108,7 auf 107,5 Punkte. Er fiel damit aber das dritte Mal in Folge, wie das ifo Institut am Montag in München mitteilte.
Bereits im Juli und im August war das wichtige Konjukturbarometer angesichts von Schuldenkrise und einem schwächeren Wachstum gesunken. Bei drei Rückgängen in Folge rechnen Volkswirte mit einer Trendwende in der Konjunkturentwicklung. Besonders deutlich trübten sich ein weiteres Mal die Erwartungen der Unternehmen ein. Allerdings bewerteten die Firmen ihre aktuelle Situation noch ähnlich gut wie im August, hier ging der Lage-Index um 0,2 Punkte auf 117,9 Punkte zurück.

«Die weiterhin gute Lage der Unternehmen zeigt, dass sich die deutsche Konjunktur bislang von den politischen Turbulenzen abkoppeln konnte», sagte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Auch die Industrie beurteilt die eigene Lage noch vorwiegend gut. «Mit Blick auf die Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten sind die Firmen zunehmend skeptisch. Vom Auslandsgeschäft rechnen sie sich kaum noch Impulse aus», sagte Sinn. Dennoch würden weiter Jobs geschaffen.
Insgesamt sanken die Erwartungen deutlich von 100 auf 98 Punkte und damit erstmals seit langem auf einen Wert von unter 100. Experten hatten beim ifo-Index angesichts von Schuldenkrise, Börsenturbulenzen und einem schwächerem Wachstum mit einem deutlicheren Minus gerechnet.




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