DEUTSCHLAND/WELT

29.09.2011 | Berlin
Weniger Arbeitslose in Region Berlin-Brandenburg
Die Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt ist auch in der Region Berlin-Brandenburg zu spüren. Die gemeinsame Quote sank im September um 0,5 Punkte auf nun 11,5 Prozent. Damit holt die Region etwas auf.
Der Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg entwickelt sich weiterhin positiv. Im September waren in der gesamten Region 353 269 Menschen arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Damit sank die gemeinsame Quote im Vergleich zum August um 0,5 Punkte auf nun 11,5 Prozent. Berlin allein kam auf 12,7 Prozent, Brandenburg auf 9,9 Prozent.
Bundesweit ging die Quote um 0,4 Punkte auf jetzt 6,6 Prozent zurück. In ganz Deutschland waren im September 2 796 000 Menschen arbeitslos gemeldet.
Quelle: dpa

29.09.2011 | Nürnberg
Herbstbelebung drückt Arbeitslosenzahl auf 2,796 Millionen
Nach der Urlaubszeit geht es in den Betrieben im Herbst wieder richtig los. Auch die arbeitslos gemeldeten Schulabgänger fangen mit ihrer Ausbildung an. Die Arbeitslosenzahlen sind im September deshalb auf 2,796 Millionen gesunken.
Nach dem Ende der Sommerpause ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im September um 149 000 auf 2 796 000 gesunken. Das waren 231 000 Menschen weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote ging um 0,4 Punkte auf 6,6 Prozent zurück. Ein Jahr zuvor hatte sie noch bei 7,2 Prozent gelegen.

BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise betonte die gute Lage im September: «Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist zurückgegangen. Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wachsen weiter, die Nachfrage nach Arbeitskräften ist nach wie vor hoch.»
Grund für die Entwicklung ist vor allem der Konjunkturaufschwung, der zu einer Zunahme der Stellen geführt hat und damit den Betroffenen größere Chancen auf einen Arbeitsplatz bietet. «Zudem sind diese Chancen in den letzten Jahren durch den Strukturwandel und die Reformen am Arbeitsmarkt deutlich gestiegen», erläuterte die BA. Vor zehn Jahren hätten bei einer gleich guten Konjunktur deutlich weniger Menschen eine Stelle gefunden.
2011 hingegen stieg die Erwerbstätigkeit binnen Jahresfrist um 515 000 auf 41,20 Millionen (jüngste Daten vom August). Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung legte bis zum Juli um 672 000 auf 28,36 Millionen zu - und zwar in allen Bundesländern und in der großen Mehrzahl der Branchen. 305 000 der neuen Stellen waren allerdings Teilzeitjobs.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften lag auch im September weiter auf hohem Niveau. 501 000 offene Stellen waren gemeldet, 104 000 mehr als im Vorjahresmonat. Vor allem in der Zeitarbeit, dem Groß- und Einzelhandel, der Bauvorbereitung, dem Gastgewerbe sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen wurden Mitarbeiter gesucht.
Saisonbereinigt sank die Arbeitslosenzahl im September um 26 000 auf 2,922 Millionen. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 18 000 ab, im Osten ging sie um 8000 zurück. Auch die Unterbeschäftigung ging zurück. 3 935 000 Menschen in Deutschland konnten nicht so viel arbeiten wie sie gerne wollten; vor einem Jahr waren es noch 509 000 mehr gewesen.




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