DEUTSCHLAND/WELT
17.04.2009

17.04.2009 | Frankfurt/Karlsruhe (dpa)
Erste Interessenten für Woolworth-Filialen
Wenige Tage nach dem Insolvenzantrag von Woolworth Deutschland gibt es erste Interessenten für Filialen der Billigkaufhauskette.
«Woolworth hat sicher einige Standorte, die für uns sehr gut denkbar wären», sagte der Chef der Drogeriekette dm, Erich Harsch, der «Financial Times Deutschland» (Freitag). «Wir sind jederzeit offen für Gespräche.» Auch dm-Konkurrent Rossmann soll Interesse an Woolworth-Filialen angemeldet haben. Der Textildiscounter KiK und Schuhhandelskette Reno können sich ebenfalls vorstellen, Standorte zu übernehmen, wie die beiden Unternehmen der Tageszeitung «Die Welt» (Samstag) signalisierten.
Ein Sprecher des vorläufigen Woolworth-Insolvenzverwalters Ottmar Hermann, bestätigte am Freitag auf dpa-Anfrage: «Es gibt Interessenten, es gibt auch konkrete Anfragen.» Namen wollte er nicht nennen. Mit Lieferanten habe es erste «positive Gespräche» gegeben, auch mit den Eigentümern der Immobilien, die Woolworth angemietet hat, wolle Hermann in Verhandlungen treten.
Ein führender KiK-Manager sagte der «Welt»: «Wir haben durchaus Interesse an Woolworth-Filialen. Aber nicht zu den aktuellen Mietpreiskonditionen.» Eine Reno-Sprecherin sagte dem Blatt, eine Analyse der Woolworth-Standorte habe ergeben, «dass darunter einige sind, die für Reno sehr interessant sind».
Die DWW Woolworth Deutschland GmbH & Co. KG hatte wegen drohender Zahlungsunfähigkeit am Ostersamstag Insolvenzantrag gestellt. Betroffen davon sind laut Hermann 9700 Mitarbeiter in bundesweit 311 Filialen. Hermann hatte versichert, der laufende Betrieb könne zunächst aus eigenen Mitteln aufrechterhalten werden.




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