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  • Anschlag auf Bahnstrecke

DEUTSCHLAND/WELT

 

27.11.2011 | Berlin

Zusammenhang mit Castor-Transport?

Nach einem Brandanschlag auf die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg am Samstag rollt der Verkehr wieder planmäßig. Das teilte die Polizei in Potsdam mit.

Ob der Brand in einem Kabelkanal bei Karstädt in Brandenburg im Zusammenhang mit dem Atommülltransport ins niedersächsische Gorleben steht, ist weiterhin unklar.

Gegen 4.30 Uhr am Samstagmorgen hatten Unbekannte vermutlich Benzin in einen Kabelkanal neben der Bahnstrecke gegossen und angezündet. Bei dem Feuer wurden Kabel teilweise zerstört. Der Verkehr auf der ICE-Strecke war gestört, aber nicht eingestellt. Wegen der Reparaturarbeiten mussten die Lokführer bei niedriger Geschwindigkeit auf Sicht fahren. Nach Polizeiangaben kam es zu vier Zugausfällen und vier Zugumleitungen.

Bislang gibt es laut Polizei noch keine Hinweise, wer für den Anschlag verantwortlich ist. Ein Bekennerschreiben habe bis zum Nachmittag nicht vorgelegen. «Es kann durchaus auch ein Einzeltäter sein», hieß es aus dem Lagezentrum der Polizei.

Bereits Mitte Oktober hatten Brandanschläge auf Bahnstrecken in Berlin und Brandenburg für Aufregung, Zugausfälle und Verspätungen gesorgt. In einem Bekennerschreiben protestierte eine linksextreme Gruppe gegen den Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Ein Zusammenhang mit dem jüngsten Brandanschlag ist nach Polizeiangaben nicht erkennbar.

Quelle: dpa

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