DEUTSCHLAND/WELT

02.12.2011 | Berlin
Pechstein will CAS anrufen und Schadensersatz
Eisschnellläuferin Claudia Pechstein will erneut vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen. Das hat die fünfmalige Olympiasiegerin in einer Pressemitteilung angekündigt.
Pechstein will die Internationale Eislauf-Union (ISU) auf diesem Weg zwingen, zu ihren weiterhin erhöhten Retikulozytenwerten inhaltlich Stellung zu nehmen. Wegen auffälliger Blutwerte war die Berlinerin bis zum Februar 2011 für zwei Jahre gesperrt worden. Die 39-Jährige hat in der neuen Weltcup-Saison bereits mehrmals Spitzenplätze belegt, ohne dafür trotz erhöhter Werte belangt worden zu sein. Dies beweist aus ihrer Sicht, dass auch die Leistungen vor ihrer Sperre auf saubere Weise zustande kamen.

Pechstein hatte der ISU ein Ultimatum gestellt, das am Donnerstag abgelaufen war. Der Weltverband hat in einem Schreiben an die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) mitgeteilt, die Sperre sei auf den damals in Kraft gewesenen Regeln begründet gewesen und der Fall abgeschlossen. In der ARD hatte Pechstein angekündigt: «Es ist so, dass ich jetzt eine Schadensersatzklage in Erwägung ziehe und die werde ich definitiv auch vollziehen. In astronomischer Höhe wird die Summe sicherlich ausfallen.»
Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) sieht keinen Anlass, aktuell ein Verfahren gegen Pechstein einzuleiten. In einer Mitteilung vom Freitag betonte NADA-Vorstandsmitglied Lars Mortsiefer aber, dies habe nichts mit der abgelaufenen Sperre zu tun. «Rückwirkend von einer Rehabilitation zu sprechen, ist deshalb falsch», erklärte Mortsiefer.
Quelle: dpa
Pressemitteilung, NADA-Brief und ISU-Stellungnahme auf Pechstein-Homepage... »




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