DEUTSCHLAND/WELT

06.12.2011 | Los Angeles
Erdähnlicher Planet entdeckt
Bei einer Konferenz in Kalifornien hat die US-Weltraumbehörde Nasa die Entdeckung eines erdähnlichen Planeten bekannt gegeben: "Dies ist ein wesentlicher Meilenstein bei der Suche nach einem Zwilling der Erde", sagte Nasa-Forscher Douglas Hudgins über den möglicherweise bewohnbaren Planeten namens Kepler 22-b.
Er umkreist einen sonnenähnlichen Stern in dessen bewohnbarer Zone. Als bewohnbar gilt diejenige Zone um einen Stern, in der Wasser flüssig wäre. Flüssiges Wasser ist die Grundvoraussetzung für Leben, wie wir es kennen. Hinweise darauf, dass auf Kepler 22-b tatsächlich Leben existiert, haben die US-Weltraumforscher allerdings noch nicht.

Kepler-22b und sein Heimatstern sind etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt. Der Planet ist nach Nasa-Angaben der bislang kleinste, der in der bewohnbaren Zone eines sonnenähnlichen Sterns aufgespürt worden ist. Sein Durchmesser ist nur etwa 2,4-mal größer als derjenige der Erde. Er umrundet innerhalb von 290 Tagen eine Sonne, die etwas kleiner und kühler ist als die der Erde. Offen ist noch, ob es sich bei Kepler 22-b um einen Gesteinsplaneten wie die Erde handelt oder ob er hauptsächlich flüssig oder gar gasförmig ist, erläuterte die Nasa. Die US-Behörde spricht dennoch von einem "bedeutenden Fund" durch ihr Weltraumteleskop Kepler, das gezielt nach erdähnlichen Planeten sucht.
In der Vergangenheit waren bereits mehrere möglicherweise erdähnliche Planeten in oder am Rande der bewohnbaren Zonen von Sternen gefunden worden. Im vergangenen Jahr etwa der Planet Gliese 581g. Das Teleskop Kepler hat bislang potenzielle 48 Kandidaten identifiziert. Von diesen sei der Planet Kepler-22b der erste, dessen Existenz sich durch Folgebeobachtungen bestätigen ließ, hieß es auf der Nasa- Konferenz. "Das Schicksal meinte es gut mit uns bei der Entdeckung dieses Planeten", sagte "Kepler"-Chefwissenschaftler William Borucki.
Quelle: dpa
«Kepler»-Homepage: http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/news/kepscicon-briefing.html




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