DEUTSCHLAND/WELT

27.01.2012 | Wetzlar
Schock in Wetzlar: Handgranate in Spielzeugabteilung
Eine gefährliche Handgranate ist in der Spielzeugabteilung eines hessischen Einkaufsmarktes gefunden worden - auf Greifhöhe von Kindern. Man müsse davon ausgehen, dass der Täter Kinder gefährden wollte, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag.
«Sie hätten die Granate als Spielzeug ansehen und die Gefahr nicht erkennen können.» Das genaue Tatmotiv sei aber noch unklar.
Die höchstwahrscheinlich scharfe Waffe war am Donnerstag in dem Geschäft in Wetzlar gefunden worden und hatte einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes und Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Eine heiße Spur gebe es aber noch nicht.
Ein Mitarbeiter hatte die Granate in einem Regal entdeckt und Alarm geschlagen. Die Polizei hatte zunächst davon gesprochen, dass diese auf dem Boden gelegen habe. Etwa 50 Beamte durchsuchten mit Spürhunden den Markt nach weiteren Sprengkörpern, wurden aber nicht fündig. Derzeit nehmen Spezialisten die Granate unter die Lupe. Außerdem werden Videoaufzeichnungen ausgewertet.
Mittlerweile schließen die Ermittler zumindest vorerst aus, dass der Fund mit einer weiteren explosiven Entdeckung in der Region zusammenhängt. Auf einem Autobahnparkplatz war am Mittwoch teils scharfe Panzermunition entdeckt worden.




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