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DEUTSCHLAND/WELT

 

02.05.2009

+ + + INFORMATIONS-HOTLINES ZUR SCHWEINEGRIPPE + + +

 

Robert-Koch-Institut (RKI) Tel. 030/18754416 (Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr)

Bundesgesundheitsministerium Tel. 01805/996619 (Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr, Freitag 8 bus 12 Uhr)

 


02.05.2009 | Hamburg (dpa)

Schweinegrippe grassiert nun in aller Welt

Die Schweinegrippe greift in aller Welt weiter um sich. Die Zahl der bestätigten Fälle stieg in Europa auf 39. Neun Länder der EU und die Schweiz sind betroffen. In Deutschland gibt es fünf bestätigte Fälle. Weltweit sind inzwischen mindestens 635 Menschen mit dem Erreger infiziert.

Das teilte das Europäische Seuchenbekämpfungszentrum ECDC in Stockholm mit. Schwerpunkte bleiben Mexiko und die USA: In beiden Ländern zusammen starben bislang 17 Menschen an dem Virus. In Köln gehen die Behörden einem Verdachtsfall bei einem 40 Jahre alten Mann nach, der aus Brasilien zurückgekommen war.

Die Gesundheitsbehörden warnen weiter vor Panik. Ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sagte am Freitagabend in Genf, die Menschen hätten noch viele Möglichkeiten, sich selbst vor dem Erreger zu schützen. Die Mehrzahl der Fälle verlaufe sehr milde. Der Leiter des Robert Koch-Institutes in Berlin, Prof. Jörg Hacker, sagte dem Magazin «Focus», die Wissenschaftler müssten sich auf eine «zweite Welle» der Grippe vorbereiten. Das Virus könne mutieren und dadurch gefährlicher werden.

Von den Ansteckungen sind laut ECDC allein in Europa vier Menschen betroffen, die zuvor nicht in Mexiko gewesen sind. Eine Krankenschwester aus Niederbayern steckte sich bei einem Patienten an. Ein 24 Jahre alter Schotte holte sich das Virus von einem befreundeten Ehepaar, das seine Flitterwochen in Mexiko verbracht hatte.
Unterdessen wurden auch in Frankreich am Freitag die ersten Schweinegrippe-Fälle bestätigt. Laut Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot wurden zwei Erkrankungen nachgewiesen.

Viele Länder treffen deshalb weitere Sicherheitsvorkehrungen, um die Ausbreitung des Erregers einzudämmen. In China wurden die Passagiere eines Flugzeuges in Quarantäne genommen, in dem ein Mexikaner über Shanghai nach Hongkong geflogen war. Er ist an der Schweinegrippe erkrankt und wird behandelt. China strich Samstag alle direkte Flüge aus Mexiko, um die Möglichkeiten von Infektionen einzudämmen. Auch in Singapur werden Ankömmlinge aus Mexiko in Quarantäne genommen. Der Stadtstaat führte zudem eine Visumpflicht für Mexikaner ein. In Südkorea wurde der zweite asiatische Fall von Schweinegrippe nach Hongkong nachgewiesen.

Die Gesundheitsminister südostasiatischer Staaten wollen am Freitag in Bangkok Beratungen über den Kampf gegen die Schweinegrippe aufnehmen, teilte ein Sprecher des thailändischen Außenministeriums mit. Neben Vertretern der zehn ASEAN-Mitgliedern, seien auch Minister aus China, Japan und Südkorea eingeladen. Im Mittelpunkt der Beratungen stünden Möglichkeiten zur Aufstockung der Grippemittel in den einzelnen Ländern.

Die Mehrheit der Deutschen sieht nach einem Bericht der «Bild am Sonntag» die Ausbreitung der Schweinegrippe gelassen. Bei einer repräsentativen Umfrage des Emnid-Instituts im Auftrag der Zeitung äußerten 59 Prozent keine Angst vor der weltweiten Ausbreitung des Grippevirus vom Typ A/H1N1. Etwas Angst zeigten 36 Prozent und große Angst vier Prozent der Befragten. Besonders Männer äußerten sich mit 71 Prozent furchtlos, Frauen dagegen nur mit 49 Prozent.

Internet: www.ecdc.europa.eu


 

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  • Fragen und Antworten zur Schweingrippe... »
  • Wie gefährlich ist das Virus wirklich?... »

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