DEUTSCHLAND/WELT
06.05.2009
+ + + INFORMATIONS-HOTLINES ZUR SCHWEINEGRIPPE + + +
Robert-Koch-Institut (RKI) Tel. 030/18754416 (Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr)
Bundesgesundheitsministerium Tel. 01805/996619 (Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr, Freitag 8 bus 12 Uhr)

06.05.2009 | Washington (dpa)
Zweiter Todesfall wegen Schweinegrippe in den USA
In den USA ist ein zweiter Todesfall wegen Schweinegrippe gemeldet worden. Es handle sich um eine gut 30 Jahre alte Frau in Texas, die unter chronischen Gesundheitsproblemen gelitten habe, teilten die Gesundheitsbehörden des US-Bundesstaates am Dienstag (Ortszeit) mit.
Sie habe in der Nähe der mexikanischen Grenze gelebt und sei bereits vergangene Woche gestorben. Ungeachtet der weltweiten Ausbreitung der Krankheit registrierten bislang lediglich Mexiko und die USA Todesfälle. Die mexikanischen Behörden sprechen von 26 Toten bei insgesamt knapp über 800 Erkrankten. In den USA war vergangene Woche ein aus Mexiko stammendes Kleinkind ebenfalls in Texas dem Virus erlegen.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC sprach von 403 bestätigten Fällen in 36 Bundesstaaten. Noch am Montag hatte die Behörde lediglich 286 Fälle gemeldet. Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius rechnete mit einem weiteren Ansteigen und erwartet auch weitere Todesfälle: «Die Zahlen werden steigen und unglücklicherweise wird es auch weitere Tote geben.» Allerdings verlaufe die Krankheit in den allermeisten Fällen weitaus milder als zuvor befürchtet.
In Deutschland bestätigte das Robert Koch-Institut (RKI) den neunten Schweinegrippefall. Es handele sich um einen 48-jährige Mann aus dem Harzkreis in Sachsen-Anhalt, der ebenfalls von einer RFeise nach Mexiko zurückgekehrt sei, sagte RKI-Präsident Jörg Hacker. Der Verlauf der Krankheit sei bei dem Patienten jedoch so leicht, dass er gar nicht erst ins Krankenhaus müsse, sondern zu Hause isoliert werde. Darüber hinaus würden zurzeit sechs weitere Verdachtsfälle geprüft, sagte Hacker.

Nach Daten des EU-Zentrums für Seuchenkontrolle ECDC stieg die weltweite Zahl der nachgewiesenen Fälle innerhalb eines Tages um mehr als 200 auf 1269. Insgesamt seien jetzt 21 Länder betroffen, 11 davon in Europa, berichteten die ECDC-Experten am Dienstag in Stockholm.
Dagegen sehen die mexikanischen Behörden die Gefahr bereits abflauen. Sie ordneten die schrittweise Öffnung der Schulen an. Auch dürfen von diesem Mittwoch an die Restaurants unter Auflagen wieder zum normalen Betrieb zurückkehren. Präsident Felipe Calderón teilte mit, zunächst sollten von diesem Donnerstag an Oberstufenklassen und Universitäten den Betrieb wieder aufnehmen. Grundschulen und Mittelstufen sowie Kindergärten sollen am kommenden Montag wieder geöffnet werden. Restaurants sind verpflichtet, ihre Tische nur zur Hälfte auszulasten, Theater und Konzertsäle bleiben allerdings zunächst geschlossen.
Internet: www.ecdc.europa.eu




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