DEUTSCHLAND/WELT
08.05.2009

09.05.2009|San Francisco (dpa)
Brände in Kalifornien bedrohen tausende Häuser - auch die von Promis
Tausende Kalifornier bangen weiter um ihre von schweren Buschbränden bedrohten Häuser: Wie die Behörden am Freitag (Ortszeit) mitteilten, lagen etwa 3000 Gebäude im Raum Santa Barbara in der Gefahrenzone. Mindestens 75 Häuser sind seit Mittwoch abgebrannt.
Das Ausmaß des Schadens sei aber erst abzusehen, wenn die geräumten Wohngebiete wieder zugänglich sind, hieß es. Die Feuersbrunst hat mehr als zwanzigtausend Menschen in die Flucht getrieben, darunter auch das Model Kathy Ireland. Sie teilte via Twitter mit, dass sie ihr Haus verlassen musste und nun eine Unterkunft suche.
Mehr als 2400 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen an. Zunächst hatten sie am Donnerstag bei abflauenden Winden erste Erfolge gemeldet. Ein Übergreifen der Feuersbrunst aus dem hügeligen Hinterland auf den Ort Santa Barbara konnte verhindert werden. In der Nacht zum Freitag fachten die gefürchteten «Sundowner»-Winde, die erst nach Sonnenuntergang aufleben, die Flammen erneut an. Sie legten weitere Häuser, darunter auch Millionen Dollar teure Villen, in Schutt und Asche. Feuerwehrchef Tom Franklin warnte vor einem «Achterbahneffekt» je nach Heftigkeit der Winde. «So unvorhersehbar das Wetter ist, so unvorhersehbar ist auch das Feuer».
Trotz des massiven Löscheinsatzes waren bis zum Freitagabend (Ortszeit) erst zehn Prozent der Flammen eingedämmt. Die Ursache für die Buschbrände war zunächst unbekannt. Die Polizei bat die Bürger um Hinweise auf mögliche Spuren. Bereits im vergangenen November waren in dem malerischen Küstenort 200 Häuser einem Buschfeuer zum Opfer gefallen.




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