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  • Barbara Rudnik ist tot

DEUTSCHLAND/WELT

 

23.05.2009 | München (dpa)

Barbara Rudnik stirbt mit 50 an Krebs

 

Fast vier Jahre kämpfte sie gegen die heimtückische Krankheit - am Samstag verlor die Schauspielerin Barbara Rudnik den Kampf gegen den Krebs.

 

Sie starb im Alter von 50 Jahren, wie ihre Schwester Beate Werner der Deutschen Presse-Agentur dpa sagte und damit einen Bericht der Illustrierten «Bunte» bestätigte. Rudnik erlag demnach in einem Krankenhaus im Beisein von Familie und Freunden ihrer Krankheit. Über den genauen Ort wurde zunächst Stillschweigen bewahrt.

 

Seit den 70er Jahren lebte Rudnik, die einst in Wehbach an der Sieg (Stadt Kirchen/Rheinland-Pfalz) geboren wurde, in München. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) reagierte bestürzt, als er in Berlin vom Tode Rudniks erfuhr. «Ich bin erschlagen, das ist schlimm», sagte er.

Nach der mittleren Reife war Rudnik 1976 nach München gegangen. Filmhochschüler entdeckten sie dort und engagierten sie für ihre Streifen. Auch in Münchner Off-Theatern trat sie immer wieder auf. Es folgten zahlreiche Film- und Fernseh-Produktionen.

 

Ihren Durchbruch als Darstellerin hatte Rudnik 1982 in Beate Klöckners Film «Kopfschuss», der auch bei den Filmfestspielen in Cannes zu sehen war. Danach wurde die beliebte Schauspielerin vor allem durch zahlreiche Rollen im Fernsehen bekannt. Unter anderem spielte sie 1995 neben Götz George in dem Film «Der Sandmann». 2002 übernahm sie die Rolle der Kommissarin Simone Dreyer in der ARD- Krimiserie «Polizeiruf 110». Weitere Rollen spielte sie im «Tatort», bei «SOKO 5113», in Sönke Wortmanns Film «Der Campus» (1997) oder in «Die Leibwächterin (2004) von Markus Imboden.

 

Im April vergangenen Jahres machte die Schauspielerin ihre Brustkrebserkrankung öffentlich. Offen sprach sie darüber in Interviews und zeigte dabei viel Lebensmut. Doch trotz Chemotherapie kehrte die Krankheit immer wieder zurück. Bis zuletzt jedoch war Rudnik aktiv. So spielte sie ungeachtet ihrer Erkrankung 2007 in Til Schweigers Erfolgsfilm «Keinohrhasen». Noch im April dieses Jahres drehte sie auf der Nordseeinsel Amrum für das ZDF.


 

Barbara Rudnik

Wichtige Rollen ihres Lebens

 

Barbara Rudnik war eine der großen, unverwechselbaren Schauspielerinnen Deutschlands. In zahlreichen Rollen faszinierte die blonde Actrice die Zuschauer. Nicht zuletzt die TV-Reihen «Polizeiruf 110», «Tatort» oder «SOKO 5113» machten sie einem Millionenpublikum bekannt. Eine Auswahl wichtiger Filme mit ihr, die im Kino oder Fernsehen liefen:

 

 

- «Keinohrhasen», Regie: Til Schweiger, 2007
- «Oktoberfest», Regie: Johannes Brunner, 2004
- «Die Leibwächterin», Regie: Markus Imboden, 2004
- «Komm süßer Tod», Regie: Wolfgang Murnberger, 2000
- «Solo für Klarinette», Regie: Nico Hofmann, 1998
- «Das Biest im Bodensee», Regie: Richard Huber, 1998
- «Der Campus», Regie: Sönke Wortmann, 1997
- «Es geschah am hellichten Tag», Regie: Nico Hofmann, 1996
- «Der Sandmann», Regie: Nico Hofmann, 1995
- «Douce France», Regie: François Chardeaux, 1986
- «Tausend Augen», Regie: Hans Christoph Blumenberg, 1984
- «Kopfschuss», Regie: Beate Klöckner, 1981

 

 

 

www.barbararudnik.com

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