DEUTSCHLAND/WELT
25.05.2009

25.05.2009|Berlin (dpa)
Neue Spitzenrunde zu Opel - Magna weiter Favorit
Eine Ministerrunde hat am Morgen erneut über die Zukunft des deutschen Autobauers Opel beraten. Über Ergebnisse des Treffens im Berliner Kanzleramt wurde zunächst nichts bekannt. Es gibt drei Angebote für eine Opel-Übernahme.
Dabei wurden dem österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna die besten Chancen eingeräumt. Die beiden anderen Wettbewerber sind der italienische Autobauer Fiat und der amerikanische Finanzinvestor Ripplewood. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hält alle drei Angebote für noch nicht ausreichend.

Unmittelbar vor der Entscheidung im Übernahme-Rennen ist in der großen Koalition ein offener Streit über eine mögliche Insolvenz des Unternehmens ausgebrochen. Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) ging dabei auf Distanz zum Wirtschaftsminister, der eine Insolvenz des Autobauers als denkbare Lösung untermauert hatte. Steinmeier sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa: «Ich rate allen, endlich mit dem Gerede über eine Insolvenz von Opel aufzuhören.»
Der Wirtschaftsminister griff seinerseits Steinmeier an. «Wer jetzt eine geordnete Insolvenz als eine Option ausschließt, gefährdet nicht nur das Geld der Steuerzahler, sondern schwächt auch Verhandlungspositionen», sagte Guttenberg dem «Hamburger Abendblatt» (Montag). Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) bezeichnete eine Insolvenz als «schlechteste Alternative». Er sagte am Montag im ARD-«Morgenmagazin», die Politik müsse alles tun, um einen solchen Schritt zu vermeiden.




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