• PROGRAMM
  • AKTUELL
  • MEDIATHEK
  • MUSIK
  • SERVICE
  • BERLIN
  • KONTAKT

Anmelden

  • Berlin

  • Deutschland/Welt

  • Sport

  • Polizei Aktuell

  • Rückrufaktionen

  • Jochens Hertha-Tipp

  • BER Aktuell

  • Berlinale

  • Jahresrückblick 2011

  • FIFA Frauen-WM 2011

  • Startseite
  • Aktuell
  • Deutschland/Welt
  • Unglücks-Airbus

DEUTSCHLAND/WELT

 

07.06.2009

07.06.2009 | São Paulo (dpa)

17 Opfer des Air-France-Flugs geborgen

 

Die brasilianische und französische Marine haben bislang im Atlantik 17 Leichen des Unglücksfluges der Air France geborgen. Das teilte ein Sprecher der brasilianischen Luftwaffe mit.

 

Acht der toten Passagiere wurden von der französischen Fregatte «Ventôse» aus dem Wasser gezogen. Auch sie sollen zunächst auf die Insel Fernando de Noronha und dann in die brasilianische Hafenstadt Recife zur Identifizierung gebracht werden.

 

Die Suchteams fanden zudem weitere Wrackteile des Airbus A 330. «Priorität hat aber zunächst die Bergung der Leichen», sagte Luftwaffensprecher Henry Munhoz. Neuen Angaben zufolge ist die brasilianische Fregatte «Constituição» mittlerweile mit neun der Absturzopfer auf dem Weg nach Fernando de Noronha, wo das Schiff ursprünglich am Montag erwartetet worden war. Durch die neuen Funde verzögert sich die Ankunft aber voraussichtlich bis Dienstag.

Bei den neun Toten an Bord der «Constituição» handelt es sich um vier Männer und vier Frauen. In einem Fall steht das Geschlecht des Opfers noch nicht fest. Auch in den übrigen Fällen konnte noch nicht gesagt werden, ob es sich um Männer oder Frauen handelt.

 

An Bord der Maschine waren 228 Menschen, darunter 28 Deutsche. An der Suchoperation rund 1200 Kilometer nordöstlich der brasilianischen Festlandküste nehmen nach Angaben von Sprechern beider Waffengattungen insgesamt 14 Flugzeuge, davon zwölf brasilianische und zwei französische, teil. Zudem sind fünf Schiffe der Marine Brasiliens und die französische Fregatte in dem Gebiet.

 

Unklar ist noch immer, wo genau das Wrack liegt. Der Atlantik ist an der vermuteten Absturzstelle mehr als 3000 Meter tief. Auch die Ursache der Katastrophe liegt weiter im Dunkeln. Flugunfallermittler hatten in Paris bestätigt, dass der Bordcomputer der Maschine den Autopiloten ausgeschaltet hatte, weil die Daten von drei Sonden zur Geschwindigkeitsmessung um 50 Stundenkilometer voneinander abwichen. Das Unwetter auf der Flugstrecke sei für die Jahreszeit überhaupt nicht extrem gewesen, erklärte der Wetterdienst Météo France. Damit würde die Gewitter- und Blitz-These zur Absturzursache ausscheiden.

 

Ein Airbus-Sprecher sagte: «Der Verlust einer verlässlichen Geschwindigkeitsmessung ist nicht extrem außergewöhnlich. Das kann durchaus vorkommen.» Es gebe aber dafür klare Verhaltensanweisungen. «Die Piloten sind für solche Fälle trainiert.» Die französische Fluggesellschaft Air France dankte den Behörden für ihre Anstrengen bei der schwierigen Suche im Atlantik. Die Nachricht von der Entdeckung der Leichen sei von sehr großer Bedeutung. Eine Bestätigung dafür, dass die gefundenen Gegenstände aus der Unglücks- Maschine kommen, wollte sie jedoch zunächst nicht geben.

 

Stattdessen heizte Air France mit der Nachricht über den schnellen Austausch der Geräte zur Geschwindigkeitsmessung die Spekulationen über die Absturzursache an. Nach Angaben des Unternehmens hatte der Flugzeugbauer Airbus bereits 2007 empfohlen, die Sonden an Maschinen des Typs A320 auszutauschen, weil es zu Funktionsstörungen kommen könnte. Für Maschinen des Typs A330 und A340 gebe es allerdings bislang keine entsprechende Empfehlung - obwohl auch dort seit Mai 2008 Probleme wegen Vereisung beobachtet worden seien. Air France habe daraufhin bereits Ende April beschlossen, die Messgeräte auszutauschen, dieses Vorhaben werde nun beschleunigt.

Kommentare

Mediathek
  • Impressum
  • AGB
  • Werbung
  • Newsletter
  • Kontakt
  • Linktipps
  • Datenschutz
  • Sitemap