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DEUTSCHLAND/WELT

 

15.06.2009

15.06.2009|Berlin (dpa)

Straftaten in Deutschland zurückgegangen

Die Polizei hat im vergangenen Jahr erstmals seit 1999 weniger Gewaltdelikte in Deutschland registriert. 2008 gab es 220 000 Gewaltstraftaten, 3,2 Prozent weniger als im Vorjahr, wie aus der neuen Kriminalstatistik hervorgeht.

Bei den Jugendlichen gab es dabei sogar einen Rückgang um 5,9 Prozent nach einem deutlichen Anstieg im Vorjahr. Die Zahl registrierter Straftaten insgesamt ist um 2,7 Prozent auf rund 6,11 Millionen gesunken. «Das beweist und unterstreicht: Deutschland ist ein sicheres Land», sagte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Montag in Berlin.

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD), sagte, bei der Gewaltkriminalität gebe es noch keine Trendwende. Seit 1993 stieg die Zahl der Fälle um mehr als 31 Prozent. «Wir sind froh, dass es nicht weiter nach oben geht.» Anders äußerte sich Schäuble in Bezug auf die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen: «Der Rückgang der Fallzahlen gibt Hoffnung auf eine Trendwende.» Über alle Deliktsarten hinweg gab es bei der Jugendkriminalität ein Minus von 4,2 Prozent. Knapp 55 Prozent aller registrierten Straftaten wurden aufgeklärt, fast soviele wie 2007.
     Einen Rückgang um 2,7 Prozent auf 888 000 Fälle gab es beim Betrug. Allerdings gab es 105 Prozent mehr Betrugsfälle mit bei Geldautomaten geklauten Daten und PIN-Nummern, nämlich mehr als 10 000 Fälle.


Kriminalität in deutschen Großstädten

 

Statistisch gesehen ist alles klar: Frankfurt am Main hatte laut Kriminalstatistik 2008 mit 15 976 Straftaten die meisten registrierten Delikte pro 100 000 Einwohner. Es folgen Hannover (15 059), Bremen (14 629), Berlin (14 131), Köln (13 917), Lübeck (13 569), Kiel (13 465), Hamburg (13 354) und Magdeburg (13 275). Bei den Aufklärungsquoten sind die Spitzenreiter Augsburg mit 71,8 Prozent, Nürnberg mit 65 Prozent und Hannover mit 64,1 Prozent. Dahinter folgen Oberhausen, Chemnitz, Stuttgart, Erfurt und München mit jeweils mehr als 60 Prozent.

Von den Zahlen kann freilich nicht unbedingt darauf geschlossen werden, ob es in einer Stadt besonders unsicher zugeht oder ob die jeweilige Polizei besonders gut arbeitet. So gehen beispielsweise in Frankfurt auch Drogenschmuggel und andere Delikte auf dem Flughafen in die Zahlen ein. Und in Hannover gibt es besonders viele Kontrollen im öffentlichen Nahverkehr - und entsprechend viele erfasste und aufgeklärte Fälle von Schwarzfahren, wie Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) bei der Vorlage der Statistik in Berlin erläuterte.

 

 

Mehr Informationen auf den Internetseiten des Bundesregierung... »

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