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DEUTSCHLAND/WELT

 

17.06.2009

17.06.2009 | Berlin (dpa)

Tausende demonstrieren in Berlin für Bildung

Mehrere tausend Schüler und Studenten haben sich am Mittwoch in Berlin zu einem Protestzug für Bildungsreformen und mehr Geld für Schulen und Hochschulen versammelt. Am Roten Rathaus reckten sie Transparente empor wie «Studier Dich arm» und «Gegen Turbo-Abi». Die Demonstration soll zur Humboldt-Universität führen. Nach Polizeiangaben erschienen zum Auftakt etwa 3500 Menschen.

Die Initiatoren wollen damit den Höhepunkt ihrer einwöchigen bundesweiten Aktion «Bildungsstreik» setzten. Am Montag und Dienstag hatte es bereits Vorlesungsboykotts und Institutsbesetzungen gegeben. In zahlreichen deutschen Städten waren am Mittwoch Demonstrationen geplant. In Berlin demonstrieren auch Lehrer mit, Hintergrund sind Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst.

 


17.06.2009 | Berlin (dpa)

Studenten rufen zu Kundgebungen in 70 Städten auf

Mit Kundgebungen und Demonstrationen in mehr als 70 Städten sollen an diesem Mittwoch die bundesweiten Proteste von Studenten und Schülern ihren Höhepunkt erhalten. Nach Angaben des Aktionsbündnisses «Bildungsstreik 2009» kam es am Dienstag zu weiteren symbolischen Besetzungen von Hochschulgebäuden - unter anderem an der FU Berlin, in Göttingen, Halle, Hannover, Heidelberg, Jena und Köln. Unter dem Motto «Schule macht krank» wurde ein Münchner Gymnasium «unter Quarantäne» gestellt. Schüler in Schutzanzügen verteilten Flugblätter. Ausschreitungen wurden von
keiner Aktion bekannt.

 

Die Studenten fordern deutliche Veränderungen bei den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen, die mit der vor zehn Jahren verabredeten Bologna-Reform eingeführt worden waren. Die Reform soll die Studienstruktur in Europa und den angrenzenden Staaten vereinheitlichen. Die neuen viel kürzeren Studiengänge ließen aber keine Zeit für vertiefende Studien zu, heißt es in den Aufrufen. Zudem richtet sich der Protest gegen die in sechs unionsgeführten Bundesländern eingeführten Studiengebühren. Die Schüler wenden sich bei ihren Aktionen gegen die «überhastet eingeführte Schulzeitverkürzung» bis zum Abitur sowie gegen ein aus ihrer Sicht überholtes Notensystem.

In Berlin besetzten Studierende das Präsidium der Freien Universität und hingen Transparente wie «Freie Bildung» aus den Fenstern. An einer Vollversammlung nahmen nach Angaben der Veranstalter rund 1300 Studierende und Hochschulmitarbeiter teil. Mehrere Hochschulrektoren haben offen Verständnis für den studentischen Protest bekundet, so jetzt auch der Präsident der Universität München, Bernd Huber.

In Gießen blockierten rund 200 Schüler und Studenten für 20 Minuten eine Innenstadtkreuzung. Es kam zu Verkehrsbehinderungen, sagte ein Polizeisprecher. Aus Freiburg wurden kleinere «spontane»
Demonstrationen gemeldet.

Für Donnerstag hat das Aktionsbündnis in neun Städten symbolische «Banküberfälle» angekündigt. Damit soll deutlich gemacht werden, dass der Staat zwar innerhalb weniger Tage Milliarden zur Rettung der Banken aufbringen könne, nicht aber für die Bildung, heißt es in dem Aufruf. Die Aktionen sollen in München, Berlin, Würzburg, Flensburg, Köln, Dresden, Freiburg, Rostock und Bielefeld stattfinden. Zugleich haben die Protestler die an diesem Tag in Berlin tagende Kultusministerkonferenz um ein zweistündiges Gespräch gebeten.

 

www.bildungsstreik2009.de



17.06.2009 | Berlin (dpa)

Studenten rufen zu Protestmarsch durch Berlin

Mehr als 10 000 Studenten und Schüler wollen heute (Mittwoch/11.00) in Berlin für mehr Geld für die Hochschulen und für Studienreformen demonstrieren. Mit Kundgebungen und einem Protestzug zwischen Rotem Rathaus und Humboldt-Universität soll ihr einwöchiger «Bildungsstreik» seinen Höhepunkt erreichen. In mehr als 60 Städten deutschlandweit sind Schüler, Studenten und Auszubildende zu weiteren Protestaktionen aufgerufen. Sie richten sich unter anderem gegen die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge sowie das mehrgliedrige Schulsystem. Der Bildungsstreik hatte am Montag mit Vorlesungsboykotts und Institutsbesetzung begonnen.

www.bildungsstreik-berlin.de

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