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  • Unruhen im Iran

DEUTSCHLAND/WELT

 

21.06.2009

21.06.2009 | Teheran (dpa)

Mindestens 13 Tote bei Unruhen im Iran

 

Bei den Unruhen im Iran sind am Samstag mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete der staatliche Fernsehsender Press TV. Unter anderem hätten die Unruhestifter zwei Krankenhäuser und eine Militärkaserne angezündet.

 

Unabhängige Berichte über die erneuten Proteste gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad gab es nicht, da ausländische Medien nicht berichten dürfen und alle Oppositionsmedien gesperrt sind. Der US-Fernsehsender CNN sprach unter Berufung auf «Krankenhauskreise» von 19 Toten.

 

Am Samstag hatten sich mehrere tausend Menschen in Teheran versammelt, obwohl die Veranstalter um Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi eine von den Behörden verbotene Massenkundgebung abgesagt hatten. Dabei war es zu schweren Zusammenstößen von Oppositionsanhängern mit Gefolgsleuten von Ahmadinedschad und Sicherheitskräften gekommen.

US-Präsident Barack Obama rief die iranischen Führung zur Mäßigung auf. «Wir rufen die iranische Regierung auf, alle gewalttätigen und unberechtigten Handlungen gegen die Menschen im eigenen Land zu stoppen», forderte Obama am Samstagabend in einer vom Weißen Haus verbreiteten Erklärung. «Die iranische Regierung muss erkennen, dass die Welt auf sie blickt.»

 

Obama betonte, es sei ein Irrtum zu glauben, man könne Ideen aus der Welt schaffen, indem man sie unterdrückt. Letztlich würden die Menschen im Iran die Handlungen ihrer eigenen Regierung bewerten. «Wenn die iranische Regierung den Respekt der internationalen Gemeinschaft sucht, dann muss sie die Würde ihres eigenen Volkes respektieren und auf Konsens statt auf Zwang setzen.»

 

Mussawi forderte die Machthaber in Teheran nachdrücklich auf, friedliche Kundgebungen zu erlauben. «Wenn den Menschen friedliche Mittel zur Verteidigung ihrer legitimen Rechte untersagt werden, dann ergreifen sie gefährlichere Maßnahmen», warnte er in einer Erklärung am Abend. Mussawi sprach in Anspielung auf die Farbe Grün der Opposition von einer «wunderbaren grünen Welle». Er werde niemals erlauben, dass Demonstranten ihr Leben für ihn riskierten. «Seid versichert, ich werde immer bei euch sein.»

 

Auch in Europa demonstrierten erneut tausende Exiliraner gegen die Wiederwahl Ahmadinedschads, allein in der Nähe von Paris waren es Zehntausende.

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