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DEUTSCHLAND/WELT

 

12.07.2009

12.07.2009 | Pamplona (dpa)

Zwei Schwerverletzte bei Pamplona-Stierhatz

Bei dem traditionellen Stiertreiben in Pamplona sind fünf Menschen durch Hornstöße verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Am schlimmsten traf es einen Teilnehmer, der am Eingang zur Stierkampfarena gleich zweimal von einem der bis zu 600 Kilogramm schweren Bullen aufgespießt wurde.

Der Mann wurde in die Brust und den Oberschenkel getroffen. Sein Zustand ist ernst. «Wir machen uns um ihn große Sorgen», sagte einer der Ärzte in der nordspanischen Stadt. Ein anderer Läufer wurde am Hals getroffen. Nach der ersten Bilanz endete das lebensgefährliche Spektakel für elf Menschen im Krankenhaus.

Einer der Stiere hatte sich von der Herde gelöst und war gezielt auf einzelne Teilnehmer losgegangen. Am Freitag war ein 27-jähriger Spanier ums Leben gekommen. Es war der erste Tote seit 2003.

Bei der Hatz («encierro») zu Ehren des Stadtpatrons San Fermín werden noch bis zum Dienstag jeden Morgen sechs Kampfstiere durch die Gassen der Altstadt bis in die Arena gejagt, wo sie abends von Toreros getötet werden. Hunderte wagemutige Männer, die «mozos», rennen auf der 825 Meter langen Strecke vor den Tieren her. Diese werden von mehreren zahmen Leitochsen begleitet. Als einzige «Waffe», um die Bullen von sich fernzuhalten, ist eine zusammengerollte Zeitung erlaubt.

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