DEUTSCHLAND/WELT
24.07.2009

24.07.2009 | Teheran (dpa)
Wieder Flugzeugunglück im Iran: 17 Tote
Zwei Wochen nach einem folgenschweren Absturz hat es erneut ein Flugzeugunglück mit Todesopfern im Iran gegeben: Eine Iljuschin 62M der privaten Fluggesellschaft Aria mit 153 Passagieren an Bord fing am Freitag bei der Landung in Mesched Feuer.
Mindestens 17 Menschen kamen ums Leben. Mehr als 40 Insassen wurden verletzt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA. Nach iranischen Medienberichten sind unter den Toten die Piloten sowie Flugbegleiter und Passagiere aus den vorderen drei Reihen.
Das Unglück passierte um um 15.40 Uhr MESZ. Vize-Transportminister Ahmad Madschidi sagte, Cockpit und Reifen des vierstrahligen Flugzeugs seien in Brand geraten. Die Maschine sei dann über die Rollbahn hinaus in eine Mauer gerast. Das Feuer wurde schnell gelöscht, sagte ein Sprecher der Provinzregierung. Alle Menschen konnten schnell aus dem Wrack geholt werden.
Das iranische Fernsehen zeigte Bilder von einem völlig zerfetzten Cockpit. Der übrige Rumpf war kaum
beschädigt. Augenzeugen berichteten, dass nach dem Aufsetzen der Maschine Funken sprühten und dann Flammen aus dem Hauptfahrwerk schlugen.

Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar. Die Maschine mit der Flugnummer IRX-1520 war in Teheran gestartet und sollte planmäßig in Mesched landen. Der Flughafen in Mesched wurde nach dem Unglück geschlossen, deshalb konnte ein Untersuchungsteam der Luftfahrtbehörde aus dem 850 Kilometer entfernten Teheran zunächst nicht anreisen. Mesched ist die zweitgrößte Stadt im Iran und liegt im Nordosten des Landes.
Erst vor zwei Wochen waren beim Absturz eines Passagierflugzeuges im Iran 168 Menschen ums Leben gekommen. Auch diese Maschine stammte aus Russland. Die Tupolew 154 der Caspian Airlines war auf dem Weg nach Eriwan kurz nach dem Start in Teheran abgestürzt. Die Ursache des Absturzes ist noch unklar. Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte eine gründliche Überprüfung des Vorfalls angeordnet.
In den vergangenen Jahren sind bei Flugzeug-Unglücken im Iran Hunderte von Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung führt die Probleme in der Luftfahrt auf westliche Sanktionen gegen das islamische Land zurück. Neue Maschinen dem Land nicht verkauft, auch bekommt der Iran keine Ersatzteile für die alten Flugzeuge.




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