DEUTSCHLAND/WELT
04.08.2009

03.08.2009 | Berlin (dpa)
Almodóvar: Penélope Cruz kann sehr gut weinen
Von Hollywood bis in ihre spanische Heimat wird darüber gerätselt: Ist Penélope Cruz schwanger? Eine Antwort auf diese Frage gab es auch am Montag in Berlin nicht. Private Fragen waren auf der Pressekonferenz ihres neuen Films «Zerrissene Umarmungen» nicht erlaubt. Cruz (35) ist mit dem spanischen Schauspieler Javier Bardem (40) verlobt.
Regisseur Pedro Almodóvar (57) schwärmte dafür ausgiebig von seiner Muse. «Sie weint sehr gut!», erzählte der Spanier, der mit Cruz bereits den vierten Film gedreht hat. «Sie ist absolut emotional.» Mit großen Gefühlen hat auch Cruz' neue Rolle zu tun. In «Zerrissene Umarmungen» spielt sie eine Schauspielerin zwischen zwei Männern. Dabei geht es um Eifersucht, verzwickte Familienverhältnisse und einen «Film im Film». «Zerrissene Umarmungen» startet am 6. August in den Kinos.

«Er ist der Grund, dass ich Schauspielerin geworden bin», beschrieb die in knallengen Jeans und den Oberkörper umspielender Bluse erschienene Cruz ihr Verhältnis zu Almodóvar. «Mit Pedro zu arbeiten ist immer sehr inspirierend.» Auch nach so vielen Jahren des Erfolgs plagen die Schauspielerin immer noch hin und wieder Selbstzweifel. «Wenn ich einmal keine Selbstzweifel mehr hätte, dann müsste ich mir wohl einen neuen Job suchen», meinte sie.
Almodóvar («Volver», «Alles über meine Mutter») verriet bei der Gelegenheit sein Rezept, mit dem Erfolgsdruck umzugehen. Er befasse sich niemals mit der Sorge, dass der nächste Film der beste werden müsse. «Von diesem Gedanken habe ich mich schon lange befreit.»
Die Deutschlandpremiere des Films «Zerrissene Umarmungen» fand im Kino in der Kulturbrauerei (Prenzlauer Berg) statt. Seine Weltpremiere erlebte das Liebesdrama im Mai bei den Filmfestspielen in Cannes.


Zerrissene Umarmungen
Genre: Drama
Produktion: Spanien 2009
Laufzeit: 127 Minuten
Regie: Pedro Almodóvar
Darsteller: Penélope Cruz, Lluís Homar, Blanca Portillo, Jose Luis Gomez
Kinostart: 6. August 2009
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Der neue Almodóvar
Fans von Regisseur Pedro Almodóvar und seiner Muse Penélope Cruz («Volver») können sich auf ein neues Melodram freuen: Cruz spielt Lena, eine Schauspielerin, die mit einem reichen alten Produzenten (Jose Luis Gomez ) verheiratet ist.
Der Gatte finanziert ihren neuen Film, bei dem sie sich in den Regisseur Mateo (Lluis Homar aus «Schlechte Erziehung») verliebt. Die Rache des gehörnten Ehemannes ist furchtbar: Er inszeniert einen Autounfall, bei dem Lena stirbt und der Regisseur erblindet, und verfälscht dessen Film bis zur Lächerlichkeit. Jahre später taucht der Sohn des Alten bei dem inzwischen unter neuem Namen lebenden Mateo auf, der sich mittlerweile als Drehbuchautor verdingt, und gibt ihm den Auftrag ein Skript über das Leben seines von ihm gehassten Vaters zu schreiben. Dieser Auftrag führt den Blinden zurück zu jenen Geschehnissen, die er vergessen wollte. Wie immer in Almodóvars Filmen wimmelt es von Anspielungen und Metaphern. Er zitiert aus vergangenen Werken und vermischt gekonnt die Genres: Krimi, Thriller, Drama, Liebesgeschichte, alles wird in einem Film vereint.




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