DEUTSCHLAND/WELT
12.08.2009
12.08.2009 | Bonn/Mainz (dpa)
Plus nimmt Rucola aus dem Sortiment

Nach dem Fund von Giftpflanzen in einer Packung Rucola-Salat hat der Supermarkt-Discounter Plus vorsorglich Rucola bundesweit aus dem Sortiment genommen.
Das betreffe alle Plus- und auch Netto-Märkte, sagte Plus-Sprecherin Christina Stylianou am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa in Bonn. Nach Hinweisen auf den Fund in einem Plus-Supermarkt in Hannover-Langenhagen habe Plus aus Sicherheitsgründen sofort reagiert.
Das rheinland-pfälzische Verbraucherschutzministerium wies ebenfalls darauf hin, «dass nicht alles, was nach Früchten oder Gemüse aussieht, auch genießbar ist (...) Niemand sollte daher unbekannte Pflanzen oder Pflanzenteile verzehren oder solche, die einen unüblichen Geschmack haben», hieß es in der Mitteilung. Schon beim Waschen des Salats sollten «nicht dazu gehörende, unbekannte Pflanzenteile aussortiert werden».
Für Rucola gebe es bei Plus verschiedene Lieferanten, deren Namen nach außen aber nicht genannt wurden. Die betroffene Charge sei für die Region in Norddeutschland bestimmt gewesen, sagte die Plus-Sprecherin. Ein Bonner Wissenschaftler hatte eine ihm aus Hannover zugesandte Packung Rucola untersucht und darin das für den Menschen giftige Gemeine Greis- oder Kreuzkraut (Senecio vulgaris) entdeckt.
«Aus Vergiftungsfällen ist bekannt, dass die Pflanze bei Menschen und Tieren lebensbedrohliche Leberschädigungen verursachen kann», hieß es in der Mitteilung des rheinland-pfälzischen Verbraucherschutzministeriums. Die gelb blühende Pflanze, deren Hauptblütezeit Juli bis August ist, hat nach Angaben der Experten gewöhnlich 15 bis 20 Millimeter breite Einzelblüten mit gefiederten Blütenblättern, die kräftigen Stängel sind meist rot gefärbt.
Nicht ungefährlich sei auch der Verzehr von zu Wildformen zurückgekreuzten Zucchini. Die Folge könnten Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sein. Nur durch den ungewöhnlich bitteren Geschmack ließen sich die Pflanzen von einer essbaren Zucchini unterscheiden. Komme es dennoch zu einer Vergiftung oder nur zum Verdacht, so werde empfohlen, unverzüglich Rat beim Hausarzt oder bei einem Giftinformationszentrum einzuholen, riet das Ministerium.

12.08.2009 | Hamburg (dpa)
Kunde entdeckt Giftpflanze in Supermarkt-Salat
In einer Packung Rucola-Salat hat ein Kunde der Discounter-Kette Plus in Hannover nach Medienberichten einzelne Stängel einer giftigen Pflanze entdeckt. Das Gemeine Greiskraut könne in größeren Mengen mitunter gefährliche Leberschädigungen hervorrufen, schrieb «Spiegel Online».
Nach Angaben von Plus-Sprecherin Christina Stylianou sei die betroffene Charge komplett aus dem Sortiment genommen worden, um jedes Risiko auszuschließen. Der Lieferant des Salats sei kontaktiert und um eine stärkere Kontrolle der Lebensmittel gebeten worden. Der fachkundige Käufer hatte nach dem Bericht die gefährlichen Blätter erkannt und sicherheitshalber sämtliche Packungen in der Filiale des Discounters Plus aufgekauft. Anschließend schickte er die fünf Proben an das Pharmazeutische Institut der Universität Bonn. Nach Angaben des Instituts seien in den Proben bis zu 2500 Mikrogramm Gift aus dem Kraut entdeckt worden. Der gesetzliche Grenzwert liege bei einem Mikrogramm.




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