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  • Arcandor-Chef Eick

DEUTSCHLAND/WELT

 

28.08.2009

28.08.2009 | Essen (dpa) 

Arcandor-Chef Eick bei vorzeitigem Abgang gut abgesichert

Neben Arcandor-Vorstandschef Karl-Gerhard Eick können noch weitere Vorstandsmitglieder des insolventen Essener Konzerns bei einem möglichen Abgang auf eine zumindest teilweise Absicherung durch die Gesellschafter der Privatbank Sal. Oppenheim hoffen. Einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung «Die Welt» bestätigten Sprecher der Bank und des Unternehmens am Freitag.

Der Arcandor-Chef könnte nach Spekulationen das Unternehmen bereits in der kommenden Woche verlassen, wenn voraussichtlich am Dienstag (1. September) die Insolvenzverfahren für die wichtigsten Gesellschaften eröffnet werden. Eick hatte erst vor rund einem halben Jahr den Arcandor-Chefposten von Thomas Middelhoff übernommen.

Eick soll nach seinem über fünf Jahre laufenden Vertrag eine Maximalsumme von bis zu 15 Millionen Euro erhalten. Neben einer Summe von zwei Millionen Euro pro Jahr wurden ihm dabei mögliche Boni von einer Million Euro pro Jahr zugesagt. Derzeit sei die Bezahlung jedoch gestoppt, hieß es.

Auch die von Eick zu Arcandor geholten Vorstandsmitglieder Arnold Matschull und Zvezdana Seeger hätten Zusagen für eine zumindest teilweise Absicherung, bestätigte ein Sprecher der Bank. Zur Höhe der Zusagen machte er keine Angaben. Nach Informationen der Zeitung ist derzeit unsicher, ob beide im Unternehmen bleiben.

Auf bis zu zwei Millionen Euro müsse dagegen Eick-Vorgänger Middelhoff verzichten, schreibt «Die Welt» unter Berufung auf Informationen aus dem Firmenumfeld. Von seinem Ausstiegspaket von insgesamt knapp vier Millionen Euro habe der Manager bislang lediglich die Hälfte ausgezahlt bekommen. Das Unternehmen wollte das nicht bestätigen. Falls Ansprüche gegenüber dem Unternehmen bestünden, müsse Middelhoff diese wie jeder andere Gläubiger anmelden, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters.

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