• PROGRAMM
  • AKTUELL
  • MEDIATHEK
  • MUSIK
  • SERVICE
  • BERLIN
  • KONTAKT

Anmelden

  • Berlin

  • Deutschland/Welt

  • Sport

  • Polizei Aktuell

  • Rückrufaktionen

  • Jochens Hertha-Tipp

  • BER Aktuell

  • Berlinale

  • Jahresrückblick 2011

  • FIFA Frauen-WM 2011

  • Startseite
  • Aktuell
  • Deutschland/Welt
  • Schlosspark-Theater

DEUTSCHLAND/WELT

 

02.09.2009

Schlosspark-Theater Wiedereröffnung
Fotos
01.09.2009 | Berlin (dpa)

Berliner Schlosspark-Theater wiedereröffnet

Das Berliner Schlosspark-Theater ist am Dienstagabend von seinem neuen Hausherrn Dieter Hallervorden mit einer Gala wiedereröffnet worden. Die frühere Staatsbühne lag lange Zeit im «Dornröschenschlaf» und wurde von dem 73-jährigen Schauspieler und Kabarettisten, der auch das Theater der «Wühlmäuse» am Berliner Funkturm leitet, für zehn Jahre vom Land Berlin gepachtet. In Berlin-Steglitz plant Hallervorden «anspruchsvolles und unterhaltsames Sprechtheater nach guter alter Tradition» des nach dem Krieg von Boleslaw Barlog geführten Hauses.

Die stürmisch umjubelte Eröffnungsgala moderierten der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und der TV-Entertainer Alfred Biolek. Daran nahmen auch Künstler teil, die der früheren Staatlichen Schauspielbühne angehörten wie Gudrun Genest, Brigitte Grothum, Eva-Ingeborg Scholz und Jürgen Thormann. An diesem Mittwoch (2. September) wird Bundespräsident Horst Köhler als Ehrengast zur ersten Premiere erwartet. Gespielt wird als deutsche Erstaufführung die französische Komödie «Die Socken Opus 124» von Daniel Colas mit Hallervorden und Ilja Richter in der Regie von Katharina Thalbach.

www.schlossparktheater.de

 



Berlin (dpa)

Hintergrund: Das Berliner Schlosspark-Theater

Das Schlosspark-Theater in Berlin-Steglitz, das seit dem 1. September unter der neuen Leitung von Dieter Hallervorden wieder mitspielt, gehörte bis 1993 neben dem Schiller-Theater als kleinere Kammerspielbühne zu den Staatlichen Schauspielbühnen Berlins. Schon ein halbes Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Steglitzer Bühne am 3. November 1945 mit der Komödie «Hokuspokus» von Curt Goetz eröffnet - in einer Inszenierung des später langjährigen Hausherrn Boleslaw Barlog. Auf der Bühne standen dabei unter anderem Hans Söhnker, Winnie Markus und Carl-Heinz Schroth.

1946 folgte der Bühnenrenner «Drei Mann auf einem Pferd» mit Hildegard Knef. Später stand hier O.E. Hasse als «Des Teufels General» von Carl Zuckmayer auf der Bühne, Helmut Käutner inszenierte Peter Ustinovs «Liebe der vier Obersten», 1956 spielten Johanna von Koczian und Klaus Kammer in dem Stück «Das Tagebuch der Anne Frank». 1953 kam hier Becketts «Warten auf Godot» in der Regie von Karlheinz Stroux als deutsche Erstaufführung heraus, 1959 Jean Genets «Der Balkon».

Als Barlogs vermutlich wichtigste Arbeit in Steglitz gilt 1963 die Aufführung von Edward Albees «Wer hat Angst vor Virginia Woolf?» mit Maria Becker und Erich Schellow. In den späteren Jahren feierten
Bühnenstars wie Martin Held und Bernhard Minetti (unter anderem als «Sonny Boys») oder Berta Drews, Horst Bollmann, Carl Raddatz und auch Filmstar Horst Buchholz auf der Bühne Triumphe.

Das Gebäude des Schlosspark-Theaters unweit des Steglitzer Rathauses und Steglitzer Kreisels ist der frühere Wirtschaftstrakt des Gutshauses Steglitz, ehemals Wrangelschlößchen, das als solches im Nebengebäude auch noch für diverse Veranstaltungen genutzt wird. Der Gebäudekomplex wurde 1804 nach Plänen von David Gilly und Friedrich Gentz im neoklassizistischen Stil erbaut und ging 1921 in städtischen Besitz über und wurde auch mal als Opernhaus und Lichtspieltheater genutzt. Direkt nebenan existieren noch heute die Adria-Lichtspiele.

Nach dem Aus als Staatliche Schauspielbühne 1993 wechselten die Betreiber, die meist nur kurzzeitig privat ihr Glück versuchten, bis das Haus schließlich auch länger leer stand. Hallervorden, der am 5. September seinen 74. Geburtstag feiert und seit fast 50 Jahren das Theater «Wühlmäuse» leitet, die sich heute am Theodor-Heuss-Platz befinden, hat das Schlosspark-Theater zunächst für zehn Jahre gemietet und will es ohne öffentliche Subventionen betreiben.

Kommentare

Mediathek
  • Impressum
  • AGB
  • Werbung
  • Newsletter
  • Kontakt
  • Linktipps
  • Datenschutz
  • Sitemap