• PROGRAMM
  • AKTUELL
  • MEDIATHEK
  • MUSIK
  • SERVICE
  • BERLIN
  • KONTAKT

Anmelden

  • Berlin

  • Deutschland/Welt

  • Sport

  • Polizei Aktuell

  • Rückrufaktionen

  • Jochens Hertha-Tipp

  • BER Aktuell

  • Berlinale

  • Jahresrückblick 2011

  • FIFA Frauen-WM 2011

  • Startseite
  • Aktuell
  • Deutschland/Welt
  • Afghannistan

DEUTSCHLAND/WELT

 

04.09.2009

04.09.2009 | Berlin/Kundus (dpa)

Sprecher: Größter Luftangriff in Nordafghanistan

Einen Angriff wie die ISAF-Luftattacke auf zwei von Taliban entführte Tanklastzüge mit Dutzenden Toten in Nordafghanistan hat es laut Berliner Verteidigungsministerium in dieser Dimension im deutschen Verantwortungsbereich noch nicht gegeben.

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) werde sich aber zunächst nicht persönlich äußern, machte ein Ministeriumssprecher am Freitag in Berlin deutlich. Das Informationsbild sei noch ungesichert.

Auf die Frage in der Bundespressekonferenz, ob die Bundeswehr an ihrem Sprachgebrauch festhalten wolle, wonach in Afghanistan kein Krieg herrsche, sagte der Sprecher: «Es handelt sich um einen Stabilisierungseinsatz, zugegeben um einen recht robusten Stabilisierungseinsatz, der Kampfhandlungen miteinschließt.»

Nach Bundeswehrangaben wurden bei dem vom deutschen ISAF- Kommandeur in Kundus angeforderten Angriff mehr als 50 Aufständische getötet. «Unbeteiligte sind nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu Schaden gekommen.» Der Schutz von Zivilisten habe für die Bundeswehr bei Militäroperationen oberste Priorität. Die Untersuchungen dauerten an. Bei dem Kommandeur handele es sich um einen «ausgesprochen besonnenen Offizier, der alles andere als ein Hasardeur ist», sagte der Ministeriumssprecher. Sein Posten stelle derzeit die höchste Herausforderung innerhalb von Bundeswehreinsätzen dar. Insgesamt seien «die vor Ort eingesetzten Kräfte bestens ausgebildet und bestens im Bilde, was sie dürfen und was sie nicht dürfen».

Die Taliban hätten in der Nacht die beiden Tanklastzüge einer noch unbekannten zivilen Firma entführt. Sechs Kilometer südwestlich des deutschen Wiederaufbauteams in Kundus hätten sie den Fluss Kundus durchqueren wollen und sich auf einer Sandbank festgefahren. Daraufhin sei der Luftangriff gestartet worden. Der Sprecher machte keine Angaben, welche NATO-Nation den Angriff flog, welche Waffen eingesetzt wurden und welche Art der Aufklärung es zuvor gab.


 

Kommentare

Mediathek
  • Impressum
  • AGB
  • Werbung
  • Newsletter
  • Kontakt
  • Linktipps
  • Datenschutz
  • Sitemap