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DEUTSCHLAND/WELT

 

13.09.2009

13.09.2009 | Berlin (dpa) 

Sonntagsshopping im Hauptbahnhof auf der Kippe

Im Berliner Hauptbahnhof werden künftig sonntags voraussichtlich viele Läden geschlossen bleiben. Medienberichten zufolge («Berliner Morgenpost», «Tagesspiegel») drängt die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi darauf, dass das Ladenöffnungsgesetz, das nur zehn verkaufsoffene Sonntage im Jahr zulässt, auch im Hauptbahnhof angewendet wird. Seit Mai 2006 öffnen die Geschäfte im Hauptbahnhof täglich von 8.00 Uhr bis 22.00 Uhr. Der Senat hatte diese Praxis bislang geduldet. Das zuständige Landesamt für Arbeitsschutz hat den Berichten zufolge mit Kontrollen begonnen und Bußgeldbescheide angedroht. 30 von 80 Geschäften wären von der Schließung am Sonntag betroffen, da sie keinen klassischen Reisebedarf verkaufen.

Druck kam auch vom Handelsverband Berlin-Brandenburg. Dessen Geschäftsführer Nils Busch-Petersen sprach sich für eine generelle Genehmigung zum Sonntagsshopping in der gesamten Stadt aus. Es sei nicht einsehbar, dass Kaufhäuser am Wittenbergplatz schließen müssen, aber am Hauptbahnhof eingekauft werden könne, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

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