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  • Linienbus verunglückt

DEUTSCHLAND/WELT

 

23.09.2009 | Radevormwald (dpa)

Ursachensuche nach tödlichem Busunglück

Einen Tag nach dem schweren Busunglück in Radevormwald mit fünf Todesopfern haben Sachverständige begonnen, das Wrack des Unfallfahrzeugs zu untersuchen.

Die Ermittler hoffen zudem auf neue Erkenntnisse aus einer Obduktion der Leiche des Busfahrers, wie Polizei und Kölner Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilten. Mit dem 45-jährigen Fahrer waren ein Ehepaar aus Schwerte sowie ein Mann und eine Frau aus Radevormwald getötet worden. Der Linienbus war in Richtung Wuppertal aus noch ungeklärter Ursache rund 15 Meter tief einen steilen Abhang in die Wupper hinuntergestürzt. Sieben Fahrgäste wurden verletzt. Zu ihrem Zustand gab es am Mittwochmorgen noch keine neuen Erkenntnisse.

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner sprach den Opfern und ihren Angehörigen seine Anteilnahme aus. «In Gedanken und Gebet bin ich bei den Opfern und ihren Angehörigen und Familien. Ihnen gehört meine herzliche Anteilnahme», sagte Meisner. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ingo Wolf (FDP) hatte die Unfallstelle am Dienstag besucht und sich «erschüttert über das Ausmaß dieses Unglücks» gezeigt.


22.09.2009 | Radevormwald (dpa)

Fünf Menschen sterben bei Busunglück in NRW

 

Linienbus-Unglück in Radevormwald in Nordrhein-Westfalen: Fünf Menschen sind ums Leben gekommen, als am Mittag ein Bus einen steilen Abhang an der Wupper etwa 15 Meter tief hinunterstürzte. Nach Polizeiangaben wurden sieben Fahrgäste verletzt, darunter eine Frau schwer. Unter den Toten ist auch der 45 Jahre alte Busfahrer. Die Unfallursache war zunächst unklar.

 

Es ist etwa 11.50 Uhr, als der Linienbus 626 eine Haltestelle an der kurvigen Landstraße in Radevormwald verlässt. Kurz darauf passiert es: Zeugenaussagen zufolge wird der Bus auf der abschüssigen Strecke immer schneller. In einer Linkskurve durchbricht er mit zwölf Menschen an Bord die Leitplanke, stürzt die Böschung hinab, überschlägt sich, bleibt schließlich auf der Seite - halb im Wasser - liegen.

Die rund 150 Einsatzkräfte kommen bei der Bergung der Opfer nur mühsam voran. Die Böschung ist steil und zudem mit Bäumen bewachsen. Fünf Menschen können nur noch tot geborgen werden. Mehrere Stunden lang bleibt unklar, ob unter dem Wrack noch Opfer begraben liegen.

 

Zumindest diese Befürchtung zerstreut sich, als die Feuerwehr am Nachmittag den Bus mit einem Kran auf die Räder stellen kann. Zwar suchen Taucher vorsichtshalber noch den Fluss ab, doch die Polizei glaubt nicht, dass es noch weitere Tote gibt.

 

Viele Einwohner der Kleinstadt eilen an den Unglücksort, als sie von der schlimmen Nachricht hören. «Ich bin sofort hergekommen. Ich habe Angst, dass meine Cousine und mein Cousin in dem Bus waren», sagt eine Frau verzweifelt. «Das ist eine gefährliche Straße, vor allem in der Kurve hier und wenn es nass ist», meint ein Mann, der in der Nähe wohnt. Bürgermeister Josef Korsten widerspricht: «Ich fahre diese Strecke selbst fast jeden Tag und halte sie bei normalem Fahren für ungefährlich.» Ihm sei nicht bekannt, dass es an der Stelle in der Vergangenheit schon einmal einen schweren Unfall gab. Die Polizei bestätigt das: Die Strecke sei nicht unfallträchtig.

 

Alija Aganovic ist selbst Busfahrer, auch auf dieser Strecke. Heute ist er nur zufällig mit dem Auto hier entlang gekommen. «Das ist schlimm. Ich weiß nicht, welcher Kollege das war», sagt er erschüttert. Notfallseelsorger sind gekommen, um Angehörige zu betreuen. Eine Sprecherin des Busunternehmens will zu dem Unfall und zum Fahrer keine Angaben machen.

 

In der 25 000-Einwohner-Stadt Radevormwald rund 50 Kilometer nordöstlich von Köln weckt der Unfall bei Älteren Erinnerungen an ein verheerendes Zugunglück im Mai 1971. Damals starben 46 Menschen bei der Rückkehr von einem Schulausflug. Unter den Toten waren 41 Kinder aus der Kleinstadt.

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