DEUTSCHLAND/WELT

27.09.2009 | München (dpa)
Kein Flugverkehr mehr über dem Oktoberfest
Wegen der jüngsten allgemeinen Terrordrohungen gilt seit dem Wochenende über dem Münchner Oktoberfest ein striktes Flugverbot. Das Bundesverkehrsministerium auf Antrag von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) eine Flugverbotszone über der Wiesn angeordnet.
«Eine Flugverbotszone erscheint uns aufgrund der aktuellen Sicherheitslage für geboten», sagte Hermann. Das größte Volksfest der Welt dauert noch bis zum 4. Oktober.
Dem Flugverbot ging ein für viele Menschen beängstigender Vorfall am Donnerstag voraus: Ein Werbeflugzeug war sehr tief über die Festwiese geflogen und hatte für Aufregung bei Besuchern und besorgte Anrufe bei der Polizei gesorgt. «Wegen der Terrordrohungen im Vorfeld herrscht bei den Leuten erhöhte Aufmerksamkeit», erklärte ein Polizeisprecher auf der Wiesn. Das Flugverbot gilt bis zum Ende des Oktoberfestes. Direkte Bedrohungen für das größte Volksfest der Welt sehen die Behörden allerdings nicht.

Mit einer Gedenkminute ist am Samstag an die Opfer des Bombenattentats auf der Münchner Wiesn vor 29 Jahren erinnert worden. An einem Mahnmal am Eingang des Festplatzes legten Vertreter der DGB- Jugend und der Stadt München Kränze nieder. Bei der Explosion am 26. September 1980 starben 13 Menschen, mehr als 200 wurden verletzt. Auch der Bombenleger, der Rechtsextremist Gundolf Köhler, kam ums Leben. Der 21-jährige Student hatte nach einer verpatzten Prüfung den Sprengsatz in einem Mülleimer am Eingang zum größten Volksfest der Welt deponiert. Bis heute gibt es Zweifel, ob Köhler wirklich ein Einzeltäter war.




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