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DEUTSCHLAND/WELT

 

10.02.2009

Fotos
10.02.2009

Die Hälfte der Australien-Feuer wurden von Brandstiftern gelegt!  
                          
Das ist zumindest die Ansicht von Experten. Allerdings würden die Schuldigen nur selten gefasst, da die Verbrechen leicht zu begehen sind und oft ohne ersichtliches Motiv verübt werden.

Der Kriminologe Damon Muller sagte, dass meist Langeweile und die Sucht nach Aufmerksamkeit hinter den Taten stecke. Premierminister Kevin Rudd bezeichnete die Brandstifter als «Massenmörder». Allein im südöstlichen Bundesstaat Victoria sind 100 Ermittler auf der Suche nach den Brandstifter.

In Kinglake und Marysville, 100 Kilometer nordöstlich von Melbourne, steht kaum noch ein Haus. Insgesamt wurden mindestens 750 Gebäude zerstört, 350 000 Hektar Wald sind verbrannt. Das einst malerische Waldressort Marysville wurde zum «Tatort» erklärt, weil die Polizei von Brandstiftung ausgeht. Der Regierungschef von dem am schlimmsten betroffenen Victoria geht inzwischen von mehr als 200 Toten aus. «Es gibt immer noch viele Leichen, mehr als 50, die noch nicht identifiziert worden sind.» Die offizielle Zahl der Toten wurde am Dienstag weiterhin mit 173 angegeben. Schon jetzt starben in den verheerenden Brände doppelt so viele Menschen wie bei dem Flammeninferno 1983.

Fotos

Neben Victoria wüteten die Feuer am Dienstag (10.02.2009) auch in New South Wales und South Australia weiter. Viele Menschen machten den fatalen Fehler und harrten in ihren Häusern aus, kämpften gegen die Flammen oder versuchten in letzter Minute zu fliehen. Dabei würden immer noch viele von den Flammen überrascht und in ihren Autos eingeschlossen. «Die Menschen müssen verstehen, dass eine zu späte Flucht meistens tödlich ausgeht», sagte ein hochrangiger Feuerwehrmann. Oft kämen die Flammen ohne Vorwarnung und sehr schnell. «Und plötzlich ist das Feuer da, aber kein Löschfahrzeug vor der Hauseinfahrt», warnte er.

Die Behörden gehen davon aus, dass die Brände noch eine Woche anhalten werden. Rettungseinheiten werden aus dem ganzen Land herangezogen. In Neuseeland stehen 100 Feuerwehrleute für einen Einsatz bereit, aus den USA könnte im Laufe der Woche ein Team in den von den Flammen heimgesuchten Gebieten eintreffen. (dpa)

 

Hier geht es zu einem weiteren Artikel über die verheerenden Brände in Australien.

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